Irak
Kanadas Kampfjets retten Staudamm

IS-Kämpfer wollten offenbar einen Staudamm am Euphrat zerstören, um die Bevölkerung in der Region zur Flucht zu zwingen. Kanadische Kampfjets haben die Pläne der Dschihadisten mit ihrem Einsatz jedoch vereitelt.
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OttawaDie kanadischen Streitkräfte haben bei ihren ersten Luftangriffen im Irak Material der Dschihadisten zerstört, mit denen diese offenbar ein Tal überfluten wollten. Ein Sprecher der Armee sagte am Dienstag in Ottawa, insgesamt seien am Sonntag vier Ziele der Organisation Islamischer Staat (IS) angegriffen worden.

Dabei wurden demnach Baugeräte sowie ein Lastkraftwagen zerstört. Ottawa hatte erklärt, sich zu den Details der Luftangriffe erst am Dienstag äußern zu wollen. Die IS-Kämpfer hätten mit dem Material einen Staudamm am Euphrat brechen und die "Bevölkerung von Anbar zur Flucht vor der Überschwemmung zwingen" wollen, sagte Generalleutnant Jonathan Vance auf einer Pressekonferenz.

Zivilisten und irakische Soldaten hätten dann über eine bestimmte Straße fliehen müssen, an der die IS-Kämpfer "Sprengsätze deponiert" hätten. Durch eine solche Überschwemmung wäre vor Ort auch die Wasserversorgung gefährdet gewesen.

Kanadische F-18-Kampfjets hatten am Sonntag in der zentralen Region Falludscha lasergesteuerte Bomben auf IS-Ziele abgeworfen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Kanada beteiligt sich an der US-geführten Allianz gegen den Islamischen Staat mit sechs CF-18 Kampfflugzeugen, zwei Überwachungsmaschinen und einem Tankflugzeug. Die etwa 600 kanadischen Soldaten sind in Kuwait stationiert. Die Regierung hatte den Einsatz für sechs Monate genehmigt. Dann solle über eine mögliche Verlängerung des Mandats entschieden werden. Die Kampfflugzeuge hätten bisher 18 Einsätze geflogen, sagte Vance.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Irak: Kanadas Kampfjets retten Staudamm"

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  • AI behauptet Israel der Kriegsverbrechen. Zu den Taten des Islams wird wieder vorsätzlich geschwiegen? Zustimmung??? Wieso erlaubt man Raketenangriffe aus dem Gazastreifen? Nur man man diese finanziert?

  • Es ist Krieg und Märchenstunde der Helden mit den langen Pinocchio-Nasen.

    Wie weit muß die Erfolglosigkeit abgesunken sein, daß man nun schon so einen Bullshit von sich geben muß!

    Aber man sieht es ja, die heldenhaften Geschichten der WKII Befreiung dauen nun schon fast 70 Jahre, und nun hat der Mainstream-Bullshit auch WKI erfaßt.

    In 70 Jahren sind die Baugeräte und der eine Lastwagen der ISIS dann wohl Atomwaffenlafetten?

    Jeder Fachmann weiß, was man mit 50-100 kg Dynamitstangen und Zündern anrichten kann. Und die kann man mit 2 Fahrrädern oder mit 10 Mann mit Rucksack transportieren. Die zu stoppen benötigt man keinen kanadischen Kampfjet (LOL !!!)

  • ups - ja! Mit den LKW wird der Sprengstoff transportiert, und mit den Planierraupen/Radladern in die günstigste Position (etwa an die Schieberkammern) bugsiert. Das dann noch nötige Streichholz wurde leider nicht zerstört.

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