Irak-Krise
Blutiger Anschlag in Kufa

Bei der Explosion einer Autobombe in Kufa, einer Heiligen Stadt der irakischen Schiiten, sind am Dienstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und 25 verletzt worden. Die Bombe ging nach Polizeiangaben auf einem Markt hoch, der voll von Käufern war.

HB BAGDAD. Augenzeuge Mohan Ali sagte, die Bombe sei in einem Kleinbus versteckt worden. „Es saß eine Person hinter dem Steuer. Sie versuchte, das Fahrzeug zu parken und dann explodierte es. Es gab viele Leichen.“ In der Nähe des Anschlagsorts liegt auch ein Restaurant.

Bombenanschläge sind in dem Ort südlich von Bagdad vergleichsweise selten. In den vergangenen Wochen hat es allerdings in anderen Teilen des Iraks wiederholt schwere Anschläge gegeben. Sie werden vor allem der von Sunniten dominierten Al-Kaida zur Last gelegt. Die Gruppe versucht den USA und der irakischen Regierung zufolge, das Land in einen offenen Bürgerkrieg zwischen den Religionsgruppen zu treiben. Im vergangenen Monat waren bei einem Anschlag nahe eines Schiiten-Schreins 60 Menschen getötet und 170 verletzt worden.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete unterdessen, Extremisten hätten in einer Grundschule im Irak ein Lehrerehepaar vor den Augen der Schüler und des Kollegiums ermordet. Wie die Agentur unter Berufung auf die Polizei berichtete, drangen die Mörder bereits am Montag in die Grundschule in Chalis nördlich von Bagdad ein, fesselten die beiden Lehrer und erschossen sie. Nach Informationen der Agentur fand die Polizei innerhalb von 24 Stunden erneut 30 Leichen von Mordopfern in Bagdad. Damit hat die Gewalt der religiösen Fanatiker und kriminellen Banden in der Hauptstadt bereits wieder das gleiche Ausmaß erreicht wie vor der Umsetzung des neuen Bagdad- Sicherheitsplans der irakischen und amerikanischen Armee vor knapp drei Monaten.

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