Irak
Mindestens 25 Tote bei Doppelanschlag

Bei dem Doppelanschlag auf ein Regierungsgebäude in der irakischen Provinz Diwanija sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Die meisten Toten sind offenbar Wachleute.
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BagdadMehr als 35 Menschen wurden verletzt, weil sich ein Selbstmordattentäter während des Wachwechsels an einem Kontrollposten vor dem Haus des Gouverneurs in die Luft sprengte, wie Krankenhausmitarbeiter berichteten. Zudem sei mindestens eine Autobombe gezündet worden. Durch die Wucht der Detonationen wurden auch andere Gebäude beschädigt. Bei einem Anschlag auf ein Restaurant in der nahe gelegenen Stadt Muassajab wurden nach Polizeiangaben fünf Menschen getötet.

Die Provinz Diwanjia liegt südlich der Hauptstadt Bagdad und ist überwiegend schiitisch geprägt. Die Gewalt im Irak ist in den vergangenen Jahren zwar deutlich zurückgegangen. Allerdings verüben Extremisten immer noch nahezu täglich Anschläge und nehmen dabei zunehmend die irakischen Sicherheitskräfte ins Visier. Damit wollen die Aufständischen offenbar die Lage vor dem endgültigen Abzug der verbliebenen 47.000 US-Soldaten in dem Golfstaat zum Ende des Jahres destabilisieren. Die irakische Regierung erwägt derzeit, die USA darum zu bitten, zumindest einen Teil der Truppen für die Ausbildung der eigenen Soldaten noch länger im Land zu lassen. Der Schritt ist aber unter den Regierungsparteien umstritten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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