Irak
Mindestens 57 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Bei der Explosion von zwei fast gleichzeitig gezündeten Autobomben sind am Dienstag in Bagdad mindestens 57 Menschen getötet worden, mehr als 150 wurden verletzt. Einmal mehr waren die Opfer Tagelöhner, die ihre Arbeitskraft anboten.

HB BAGDAD. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Mann auf dem Tajaran-Platz mit seinem Kleinbus zu einer Gruppe von Tagelöhnern, wo er vorgab, Arbeit für sie zu haben. Dann zündete er die in dem Wagen versteckte Bombe. Gleichzeitig explodierte etwa 30 Meter in der Nähe einer Polizeistreife eine weitere Autobombe.

Nach den koordinierten Explosionen waren Schüsse zu hören. Der Platz ist in der Nähe mehrerer Ministerien und einer Tigris-Brücke, die zur so genannten Grünen Zone führt. Mindestens zehn Fahrzeuge gerieten in Brand. Ein Ladenbesitzer, Chalil Ibrahim, sagte: „In der ersten Explosion sah ich Menschen umfallen, einige wurden auseinander gerissen. Als die zweit Bombe hoch ging, wurde ich gegen die Wand geschleudert und wurde ohnmächtig.“ Ibrahim wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er wegen Splitterwunden im Rücken behandelt wurde.

In Bagdad, wo viele Menschen arbeitslos sind, versammeln sich jeden Morgen Dutzende Iraker an den großen Plätzen, wo sie hoffen, eine Arbeit auf einer Baustelle, bei der Müllanfuhr oder als Anstreicher zu finden. An kleinen Ständen werden Tee und Brote als Frühstück angeboten.

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