Irak
Neue Terrorwelle erfasst den Irak

Bei einem Anschlag im Bagdader Schiiten-Viertel Sadr City sind am Mittwoch 61 Menschen getötet worden und über Hundert verletzt worden. Knapp eine Woche vor dem geplanten Abzug der US- Soldaten wird das Land von einer neuen Terrorwelle erfasst.

HB BAGDAD. Bei einem der schwersten Anschläge im Irak in diesem Jahr sind mindestens 61 Menschen getötet worden. 116 Personen seien bei der Bombenexplosion auf einem belebten Markt in der Hauptstadt Bagdad verletzt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Anschlag im Schiiten-Viertel Sadr-City wurde sechs Tage vor dem geplanten Abzug von US-Kampftruppen aus den Städten in dem Golfstaat verübt. Vor vier Tagen hatten die amerikanischen Truppen die Kontrolle offiziell an lokale Behörden in Sadr-City übergeben. Bis 2012 wollen die USA den Irak vollständig verlassen.

Sadr-City ist die Hochburg des radikalen Schiiten-Prediger Moktada al-Sadr und seiner Mehdi-Armee. Die Miliz hat ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr weitgehend eingestellt. Daraufhin gewann die Armee die Kontrolle über das Gebiet zurück.

Anschläge wie der in Sadr-City sollen die Fähigkeit der Sicherheitskräfte infrage stellen, nach dem Abzug der Amerikaner für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Experten befürchten, dass die Zahl der Anschläge vor der für Januar geplanten Parlamentswahl weiter zunehmen wird.

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