Irak
Private Sicherheitsleute erschießen erneut Zivilisten

Nach dem Blackwater-Skandal haben im Irak erneut Mitarbeiter einer ausländischen Sicherheitsfirma offenbar unschuldige Zivilisten getötet. Die Sicherheitsleute hätten „grundlos“ zwei Frauen in einem Auto erschossen.

HB BAGADAD. Der jüngste Zwischenfall habe sich am Dienstag im Stadtzentrum von Bagdad ereignet, teilte die irakische Regierung mit. Die in Dubai ansässige Firma Unity Resources räumte ein, ihre Mitarbeiter hätten im Bezirk Karrada auf das mit hoher Geschwindigkeit herankommende Fahrzeug geschossen, nachdem verschiedene Aufforderungen zum Anhalten nichts gebracht hätten.

Unity Resources macht im Irak seit drei Jahren Geschäfte und hat eine Lizenz als private Sicherheitsfirma. Es ist das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass eine ausländische Sicherheitsfirma im Irak in einen tödlichen Zwischenfall verwickelt ist.

So wirft die irakische Regierung der US-Firma Blackwater vor, 17 Zivilisten Mitte September in Bagdad absichtlich erschossen zu haben. Der Fall hatte für Wut und Empörung in der Bevölkerung gesorgt, die ausländische Sicherheitsfirmen meist als Privatarmeen ohne Rechtsbewusstsein und Skrupel ansehen.

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