Irak: „Rachebrigaden“ drohen mit Ermordung von US-Geisel

Irak
„Rachebrigaden“ drohen mit Ermordung von US-Geisel

Die irakischen Entführer der amerikanischen Journalistin Jill Carroll haben mit der Ermordung ihrer Geisel gedroht. Die freie Mitarbeiterin der Zeitung „The Christian Science Monitor“ war vor zehn Tagen in Bagdad verschleppt worden.

HB BAGDAD. Die Entführter spielten dem arabischen Fernsehsender Al Dschasira ein Video sowie eine Erklärung zu, die die TV-Station am Dienstagabend ausstrahlte. Den USA werden drei Tage Zeit gegeben, um alle weiblichen Gefangenen im Irak freizulassen. Al Dschasira zeigte von dem Video einen Ausschnitt von 20 Sekunden ohne Ton. Darauf ist Carroll vor einem weißen Hintergrund zu sehen. Rechts unten im Bild steht das Logo „Rachebrigade“.

Carrolls Familie und der „The Christian Science Monitor“ appellierten an die Kidnapper, ihre Geisel wieder auf freien Fuß zu setzen. „Jill ist eine nette Person, deren Liebe für Irak und das irakische Volk in ihren Artikeln deutlich wird“, schrieb die Familie. Carroll wisse um die Härten und das Leid der Iraker. Die Zeitung schrieb, Carroll sei unschuldig und eine große Bewunderin des irakischen Volkes. Die 28-Jährigel, die als freie Mitarbeiterin für den „The Christian Science Monitor“ tätig ist, war am 7. Januar im Westen der irakischen Hauptstadt Bagdad verschleppt worden. Die unbekannten Entführer hatten ihr Fahrzeug gestoppt und ihren Dolmetscher erschossen.

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