Irak-Resolution einstimmig verabschiedet
"Ein Meilenstein für den neuen Irak"

Drei Wochen vor der geplanten Machtübergabe im Irak hat der Weltsicherheitsrat die neue Irak-Resolution einstimmig verabschiedet.

HB NEW YORK/SEA ISLAND/BAGDAD. UN-Generalsekretär Kofi Annan lobte die Resolution als „gerecht und fair“. Er glaube, dass „alle Parteien mit ihr zurechtkommen werden“. Auch international wurde die Resolution begrüßt. Die Teilnehmer des G8-Gipfels in Sea Island (US-Bundesstaat Georgia) sahen darin auch eine Stärkung der Vereinten Nationen.

US-Präsident George W. Bush hat die Annahme der Irak-Resolution im UN-Sicherheitsrat begrüßt. „Das Votum heute im US-Sicherheitsrat war ein großer Sieg für die Menschen im Irak“, sagte Bush kurz vor Beginn des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G-8) am Dienstag in Sea Island.

Der britische Premierminister Tony Blair hat die neue Irak-Resolution als starken Beweis für die Einheit der Weltgemeinschaft gewertet und sprach von einem Meilenstein für den neuen Irak. Blair sagte: „Die Weltgemeinschaft hat mit einer Stimme gesprochen.“ Die Resolution sei auch eine klare Botschaft an Terroristen und Fanatiker. Diese wüssten jetzt, dass sie im Irak nicht nur den USA und Großbritannien gegenüberstünden, sondern der internationalen Gemeinschaft. Sollte der Irak nun Sicherheit gewinnen, wäre das auch eine enorme Kraft, um mehr Stabilität im Nahen Osten zu gewinnen.

Der russische Präsident Wladimir Putin sieht in der neuen Irak-Resolution einen wichtigen Schritt nach vorn. Am Rande des G8-Gipfels sagte Putin: „Das ist eine qualitative Veränderung des Irak-Status.“ Die Vereinten Nationen hätten nun Einfluss auf die Lage. Die Weltgemeinschaft teile künftig die Lasten mit den USA. Die am Dienstag im Weltsicherheitsrat in New York einstimmig beschlossene Resolution, soll den Weg für Demokratie im Irak ebnen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder nannte die Resolution einen wichtigen Beitrag für mehr Stabilität im Irak und im gesamten Nahen Osten.

UN-Generalsekretär Annan kündigte an, dass er in Kürze einen Sonderbotschafter für den Irak ernennen werde. Dieser solle die künftige UN-Mission im Irak leiten. Die Zukunft des Irak wird nach Meinung Annans vor allem davon abhängen, „ob die Iraker das Gefühl eines echten Wechsels von der militärischen Besetzung zur Wiederherstellung ihrer Souveränität bekommen“.

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