Irak
Sicherheitsrat löst Inspektorenteams auf

Der UN-Sicherheitsrat hat am Freitag die Inspektorenteams aufgelöst, die das vom ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein proklamierte Massenvernichtungswaffenprogramm überwachten.

HB NEW YORK. Mit der Verabschiedung der Resolution wurde das Mandat für die Waffenkontrollbehörde UNMOVIC und ein Überprüfungsbüro bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) „sofort beendet“. Es gab nur eine Enthaltung: Russland bemängelte, dass die Inspektoren nicht dem Auftrag früherer Resolutionen nachkamen, vor der Einstellung ihrer Arbeit festzustellen, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen besitze.

Die UN-Inspektoren mussten kurz vor der von US-Truppen geführten Invasion im März 2003 den Irak verlassen. Nach dem Irak-Krieg verhinderten die USA ihre Rückkehr. Der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad erklärte, die Arbeit der multinationalen Truppen im Irak habe gezeigt, „dass die derzeitige irakische Regierung keine Massenvernichtungswaffen besitzt“. Die irakische Regierung hatte auf eine Auflösung der Inspektorenteams gedrungen, weil damit auch 60 Millionen Dollar (44,4 Millionen Euro) frei werden, die Bagdad für die beiden Institutionen aufbringen musste.

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