Irak
Terrorist tarnt sich mit Brautkleid

Um die Sicherheitskräfte zu täuschen, hat sich eine Gruppe von Terroristen im Irak als Hochzeitsgesellschaft getarnt. Doch irakische Soldaten entdeckten die Extremisten, von denen einer ein weißes Brautkleid trug.

HB BAGDAD. Die in Bagdad erscheinende Zeitung „Al-Sabah“ berichtete, die Armee habe an einer Straßensperre nahe der Ortschaft Tadschi im Norden von Bagdad einen mit Schleifen und Blumen geschmückten Kleinbus gestoppt, in dem - so sah es zumindest auf den ersten Blick aus - ein Bräutigam, eine Braut und zwei festlich gekleidete männliche Hochzeitsgäste saßen. Als Fahrzeuginsassen sichtbar nervös wurden und die in weiß gekleidete Braut sich weigerte, ihr Gesicht zu zeigen, forderten die Truppen alle auf, aus ihren Autos auszusteigen.

Bei näherem Hinsehen habe sich dann herausgestellt, dass es sich bei der „Braut“ um den gesuchten Terroristen Haidar Mahdi handelte. Auch die drei anderen Männer in dem Auto seien der Polizei namentlich bekannt gewesen. Die vier mutmaßlichen Terroristen wurden nach Angaben der Zeitung festgenommen.

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki und US-Präsident George W. Bush haben indes einen Pakt geschlossen, der die langfristige Präsenz der amerikanischen Truppen im Irak sichern soll. In der Vereinbarung, die am Montagabend unterzeichnet wurde, ist nicht von US-Truppenstützpunkten die Rede, aber davon, dass „die USA den Irak gegen jeden Angriff von Außen verteidigen werden“.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete, Bush und Al-Maliki hätten die Details dieses Plans, der „die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den zwei unabhängigen Staaten“ sowie den „Schutz des demokratischen Systems“ regeln werde, in einer Videokonferenz besprochen.

Ein wichtiger Grund für die Verbesserung der Sicherheitslage in einigen irakischen Provinzen, was als Voraussetzung für den schrittweisen Rückzug der US-Soldaten aus den irakischen Städten gilt, ist nach Ansicht amerikanischer Militärexperten die neue Rolle der sunnitischen Stämme. Diese kämpfen nun mit finanzieller und logistischer Unterstützung der Amerikaner gegen Extremisten. US-General Edward Cardon hatte am Montag erklärt, alleine in der Region, die südlich von Bagdad beginnt und sich bis in die schiitischen Städte des Zentraliraks erstreckt, erhielten derzeit 20 000 Kämpfer Sold von den Koalitionstruppen.

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