Irak
US-Soldaten sollen Familie ermodet haben

Die Vorwürfe wiegen schwer: Die US-Streitkräfte haben Ermittlungen gegen mehrere Soldaten eingeleitet, die der Ermordung einer irakischen Familie verdächtigt werden. Einer der Beschuldigten soll sich bereits zu dem Verbrechen bekannt haben.

HB BEIDSCHI. Der Vorfall habe sich in Mahmudija südlich von Bagdad ereignet, teilte US-Militärsprecher Todd Breasseale am Freitag ohne Angabe von Einzelheiten mit. Aus Militärkreisen verlautete indes, die Soldaten hätten eine junge Irakerin vergewaltigt und anschließend zusammen mit drei weiteren Familienmitgliedern getötet.

Ermittelt werde gegen fünf Soldaten, sagte ein mit der Untersuchung vertrauter Offizier. Einer der Beschuldigten habe sich bereits zu dem Verbrechen bekannt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Soldaten vor der Tat angegriffen worden seien, sagte der Gewährsmann.

In den vergangenen Wochen hatten ähnliche Vorwürfe gegen US-Soldaten die Gemüter im Irak und den USA erhitzt. US-Marineinfanteristen werden beschuldigt, am 19. November 24 unbewaffnete Iraker in der Stadt Haditha getötet zu haben. Die Ermittlungen können zu Mordanklagen führen. Untersuchungen wegen des Verdachts auf Falschaussagen in diesem Fall wurden nach Militärangaben bereits abgeschlossen.

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