Irak
USA sollen Phosphorwaffe eingesetzt haben

Im Kampf gegen Aufständische in der irakischen Stadt Falludscha sollen die US-Streitkräfte im vergangenen Jahr Weißen Phosphor eingesetzt. Die Substanz ist hochentzündlich und kann bei den Opfern zu schwersten Verbrennungen führen.

HB BAGDAD. Der britische Sender BBC zitierte einen Sprecher des US-Verteidigungsministeriums mit den Worten, die Brandwaffe sei nicht gegen Zivilisten eingesetzt. Zuvor hatte das Pentagon lediglich eingeräumt, Phosphorgranaten benutzt zu haben, um feindliche Stellungen bei Nacht zu erleuchten.

Der italienische Fernsehsender Rainews 24 hatte Anfang des Monats eine Dokumentation ausgestrahlt, in der den USA vorgeworfen wurde, bei ihrer Offensive gegen Falludscha Ende 2004 chemische Waffen eingesetzt zu haben. Die Autoren beriefen sich auf Aussagen amerikanischer Soldaten, die grausame Szenen von durch Phosphorgranaten verbrannten Körpern zahlreicher Zivilisten schilderten.

Der Pentagon-Sprecher betonte gegenüber der BBC, dass die Phosphorgranaten keine chemische Waffen, sondern „konventionelle Munition“ seien. Die USA haben eine internationale Konvention, die den Einsatz von Weißem Phosphor gegen Zivilisten verbietet, nicht unterzeichnet. Weißer Phosphor brennt, sobald die Substanz mit Sauerstoff zusammenkommt.

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