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Irak: Viele Tote bei Anschlag auf Pilger

Mindestens 30 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im irakischen Nassirija ums Leben gekommen. Auch Bagdad wurde von einer Serie von Anschlägen erschüttert.

Ein Mädchen trauert nach einem Anschlag in Bagdad. Quelle: dapd
Ein Mädchen trauert nach einem Anschlag in Bagdad. Quelle: dapd

BagdadBei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Südirak sind am Donnerstag mindestens 30 Menschen getötet worden. Zudem gab es mindestens 70 Verletzte, wie die Behörden in Nassirija mitteilten. Die Explosion ereignete sich an einer Polizeikontrollstelle westlich der Stadt. Die Pilgergruppe war den Angaben zufolge auf dem Weg zum Heiligen Schrein von Kerbela. Zuvor hatte bereits eine Serie von Anschlägen die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert. Dabei waren mehr als 20 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden.

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Im Irak kommt es seit Wochen immer wieder zu schweren Anschlägen. Die Regierung, die bislang von Schiiten, Sunniten und Kurden getragen wird, ist zerstritten. Hintergrund ist der Versuch des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki, zwei sunnitische Widersacher aus dem Amt zu drängen. Wegen der Konflikte zwischen den Religionsgruppen stand der Irak in den Jahren 2006 und 2007 am Rande eines Bürgerkrieges.

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