Irakischer Vizepräsident leicht verletzt
Anschlag in irakischem Ministerium

Bei einem Anschlag im irakischen Ministerium für öffentliche Arbeiten sind zehn Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Auch der irakische Vizepräsident Adel Abdel-Mehdi ist leicht verletzt. Dies bestätigte ein Sprecher der Schiiten-Partei SCIRI.

HB BAGDAD. Die Explosion habe sich am Montag bei einer Veranstaltung mit Vizepräsident Adel Abdul-Mahdi ereignet, sagte ein Mitarbeiter der Behörde. Aus Kreisen von Abdul-Mahdis Schiitischer Allianz hieß es, der Politiker sei leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Es handele sich um „Routineuntersuchungen“.

Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, Abdul-Mahdi gehöre nicht zu den 31 Verletzten in dem Gebäude außerhalb der besonders gesicherten Grünen Zone, wo einige Regierungsstellen untergebracht sind. Die genaue Ursache der Explosion war zunächst unklar. Präsident Dschalal Talabani war am Sonntag in ein Krankenhaus in Jordanien geflogen worden. Talbanis Zustand ist nach offiziellen Angaben „völlig normal und stabil“. Ein enger Mitarbeiter Talabanis hatte Medienberichte dementiert, dass der mehr als 70 Jahre alte Politiker einen Herzanfall erlitten habe.

Lager mit vermutlich iranischen Waffen entdeckt

Amerikanische und irakische Truppen haben unterdessen nördlich von Bagdad ein Depot mit Waffen aus vermutlich iranischer Produktion entdeckt. Nach US-Angaben enthielt es so genannte sprenggeformte Projektile (EFP), die auch dickste Panzer durchdringen können und sich für besonders verheerende Sprengsätze eignen. Einzelheiten über diesen Fund in Bakuba, rund 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad, sollten im Laufe des Montags bekannt gegeben werden. Einem Militärsprecher zufolge werden besagte Projektile von iranischen Eliteeinheiten benutzt.

Die USA haben dem Iran wiederholt vorgeworfen, schiitische Milizen im Irak mit Waffen zu beliefern. Die Fundstelle des Depots befindet sich in der von Sunniten dominierten Provinz Dijala, doch gibt es dort auch Gegenden mit schiitischer Bevölkerung. Neben den Komponenten für etwa 130 EFP-Geschosse wurden nach Militärangaben auch 15 Raketen und gut zwei Dutzend Mörser gefunden. Die genaue Herkunft der am Samstag sichergestellten Waffen werde noch untersucht, hieß es. Seit Beginn der jüngsten Sicherheitsoffensive vor rund zwei Wochen wurden den US-Streitkräften zufolge schon 63 Waffenlager ausgehoben.

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