Irakisches Gericht
„Chemie-Ali“ soll binnen 30 Tagen hängen

Der Oberste Gerichtshof des Irak hat das Todesurteil gegen Ali Hassan al-Madschid, auch „Chemie-Ali“ genannt, bestätigt. Der Cousin des ehemaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein soll innerhalb von 30 Tagen gehängt werden.

HB BAGDAD. Ali Hassan al-Madschid ist verantwortlich für den Chemiewaffen-Einsatz in Halabdscha, bei dem mehr als 100.000 Menschen ums Leben kamen. Während der Militäraktion gegen die Kurden wurde auch Giftgas eingesetzt.

Das Urteil gegen Madschid solle vollstreckt werden, sagte der Chefankläger in dem Berufungsverfahren, Munkith al-Fatlawi. Auch die Todesurteile gegen zwei weitere Gefolgsleute des hingerichteten Diktators Saddam Hussein seien bestätigt worden. Die drei Männer waren bereits im Juni wegen Völkermordes an Zehntausenden Kurden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod durch den Strang verurteilt worden.

Madschid steht derzeit auch wegen der Unterdrückung eines Schiiten-Aufstands nach dem Golf-Krieg von 1991 vor Gericht. Den Anklägern zufolge könnte das Todesurteil noch vor Abschluss des laufenden Strafverfahrens vollstreckt werden.

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