Iran
Ahmadinedschad führt bei Wahl im Iran

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna kürte Mahmud Ahmad bereits vor Auszählung aller Stimmen zum Sieger. Auch vor dem offiziellen Endergebnis deutet alles darauf hin, dass der alte Präsident auch der Neue ist. Mahmud Ahmadinedschad führt nach der ersten Hochrechnung mit deutlichem Vorsprung.

TEHERAN. Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad führt ersten Hochrechnungen zufolge bei der Präsidentschaftswahl im Iran. Wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte, erzielte Ahmadinedschad 69 Prozent nach Auszählung von 5,5 Mio. Stimmen. Zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass er die Wahl gewonnen habe.

Allerdings kamen die ersten ausgezählten Stimmen fast ausschließlich aus ländlichen Stimmbezirken. Der hoffnungsvollste Herausforderer Ahmadinedschads, Mir Hussein Mussawi vereinigte bei diesem Zwischenstand den Angaben zufolge nur 26 Prozent auf sich. Er hatte bereits vor Schließung der Wahllokale den Sieg für sich reklamiert. Er sei der "definitive Gewinner" und bezichtigte die Regierung zahlreicher Rechtsverletzungen.

Die Iraner sind am Freitag in Scharen zur Präsidentschaftswahl gegangen. Wegen des riesigen Andrangs wurde die Schließung der Wahllokale dreimal verschoben. Sowohl die Anhänger von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad als auch die seines wichtigsten moderaten Herausforderers Mirhossein Mussawi gaben sich siegesgewiss. Erste offizielle Ergebnisse werden für Samstagmorgen erwartet.

Hohe Wahlbeteiligung

Die international mit Spannung beobachteten Präsidentschaftswahlen im Iran haben am Freitag einen dort nicht gekannten Wähleransturm ausgelöst. Mehr als 46 Millionen Bürger waren zu einer Entscheidung darüber aufgerufen, ob der im Westen umstrittene ultrakonservative Präsident Mahmud Ahmadinedschad vier weitere Jahre im Amt bleibt oder durch einen seiner drei Herausforderer abgelöst wird.

Die Öffnungszeiten der Wahllokale mussten mehrmals verlängert werden, um dem Andrang der Wähler Herr zu werden. Sie schlossen nicht vor 21.30 Uhr MESZ. Das Innenministerium prognostizierte eine Wahlbeteiligung von deutlich mehr als 70 Prozent. Schon kurz vor Schließung der Wahllokale reklamierten sowohl Ahmadinedschad als auch sein aussichtsreichster Herausforderer, Mir Hussein Mussawi, den Wahlsieg für sich. Der Wächterrat, der die Wahlen im Iran als oberste Instanz koordiniert, ließ verlauten, diese Aussagen hätten keine Substanz. US-Präsident Barack Obama begrüßte die große Wahlbeteiligung. Allein, dass es eine „kräftige Debatte“ im Iran gegeben hat, wertete er als positiv.

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