Iran-Atom-Abkommen
Netanjahu will Kampf gegen Iran-Deal fortsetzen

Noch nicht das „letzte Wort“: Der Iran-Deal sorgt in vielen Ländern für Jubelstürme. Aber nicht in Israel: Premierminister Netanjahu tobt und kündigt an, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das Abkommen zu verhindern.
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JerusalemIsraels konservativer Regierungschef Benjamin Netanjahu will den Kampf gegen das Atomabkommen mit dem Iran fortsetzen. Die Wiener Vereinbarung sei noch nicht „das letzte Wort“, sagte Netanjahu am Mittwoch im Parlament in Jerusalem.

Ohne den Druck aus Israel hätte Teheran „schon längst die Fähigkeit zur nuklearen Aufrüstung“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenseite „ynet“. Jair Lapid von der oppositionellen Zukunftspartei nannte die Wiener Vereinbarung jedoch „den größten Misserfolg der israelischen Außenpolitik seit der Staatsgründung (1948)“.

Netanjahu habe die Beziehungen zu den USA zerstört und müsse zurücktreten, forderte er. Israels Energieminister Juval Steinitz kritisierte das Atomabkommen der Weltmächte mit dem Iran am Mittwoch ebenfalls scharf. Die Aufhebung von Sanktionen werde Teheran Milliardenbeträge zur Verfügung stellen, sagte der für das Thema Iran zuständige Minister vor Journalisten in Jerusalem.

Dies sei, als ob man „Öl auf den bereits brennenden Nahen Osten gießt“. Israel behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor. Die in Wien getroffene Vereinbarung sei „voller Löcher“, vor allem in der Frage der Inspektionen. Die Verzögerung bei den Inspektionen öffne Betrug vonseiten Teherans Tür und Tor, warnte Steinitz.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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