Iran-Atomvertrag Russland gegen Nachverhandlung

Trump will den Iran-Atomvertrag nachverhandeln um der Islamischen Republik schärfere Bedingungen aufzuerlegen. Russland kritisiert diese Forderung als unannehmbar und warnt eindringlich vor einem weiterem Konflikt.
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Iran-Atomvertrag: Russland gegen Nachverhandlung Quelle: dpa
Sergej Lawrow

Der russische Außenminister warnt vor möglichen negativen Auswirkungen im Bezug auf den Nordkorea-Konflikt.

(Foto: dpa)

MoskauRussland lehnt die Forderung der USA nach einer Änderung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran ab. Außenminister Sergej Lawrow sagte am Montag auf seiner Jahres-Pressekonferenz in Moskau, sein Land werde den Versuch der USA nicht unterstützen, den Wortlaut des Vertrages zu ändern und Dinge einzufügen, die für den Iran völlig unannehmbar seien. Zugleich warnte der Minister, sollten die USA das Atomabkommen kippen, könnte sich das schädlich für die Bemühungen um einen Dialog mit Nordkorea erweisen. Unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das Iran-Abkommen als Beispiel für die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Nordkorea-Konflikts angeführt.

US-Präsident Donald Trump fordert, den von den UN-Veto-Mächten USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland mit dem Iran ausgehandelten Atomvertrag nach zu verhandeln und der Islamischen Republik schärfere Bedingungen aufzuerlegen. Regierungskreisen zufolge schwebt Trump eine Frist für Nachverhandlungen von 120 Tagen vor. Die Bundesregierung hatte nach Trumps Ankündigung vom Freitag erklärt, sie werde sich weiter für die vollständige Umsetzung des Abkommens einsetzen. Deutschland werde nun zunächst mit seinen europäischen Partnern über das weitere Vorgehen beraten.

Die nach jahrelangen zähen Verhandlungen erzielte Vereinbarung von 2015 sieht vor, dass Iran das Atomprogramm einschränkt. Im Gegenzug werden die meisten Strafmaßnahmen aufgehoben. Trump hat das Abkommen wiederholt als „den schlechtesten Vertrag aller Zeiten“ kritisiert.

  • rtr
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