International
Iran und Syrien weisen US-Vorwürfe zurück

Iran und Syrien haben am Dienstag Vorwürfe von US-Präsident George W. Bush scharf zurückgewiesen, sie würden Terroristen unterstützen.

dpa TEHERAN/DAMASKUS. Iran habe Terroristen festgenommen, statt ihnen Zuflucht zu gewähren, sagte Außenminister Kamal Charrasi in Teheran, wie die studentische Nachrichtenagentur ISNA berichtete. Die Sprecherin des syrischen Außenministeriums, Buthaian Schaaban, erklärte in Damaskus, die Behauptungen seien „nichts Neues“ und hingen mit der US-Nahostpolitik zusammen.

Am Dienstag hatte Bush Iran und Syrien erneut vorgeworfen, Terroristen zu unterstützen und beide Länder vor Konsequenzen gewarnt. „Dieses Verhalten ist völlig inakzeptabel, und Staaten, die den Terrorismus unterstützen, werden zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte der US-Staatschef.

Iran hat allerdings wiederholt erklärt, dass es anti-israelische Gruppen wie Hisbollah und Hamas nicht als Terroristen, sondern als „Befreiungskämpfer gegen zionistische Besatzer“ betrachtet. Schaaban sagte am Dienstag, es sei für Syrien nicht möglich, „den palästinensischen Kampf um Freiheit, Unabhängigkeit und ein Ende der israelischen Besatzung (palästinensischer Gebiete)“ als Terrorismus zu betrachten.

Iran hat am Dienstag seine Bereitschaft zum weiteren Dialog mit der Europäischen Union bekräftigt. Die iranische Regierung wolle die Gespräche fortführen, werde jedoch keine Vorbedingungen akzeptieren, sagte Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi, wie die offizielle Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Am Montag hatten die EU- Außenminister die Menschenrechtspolitik und das Atomprogramm Teherans kritisiert.

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