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28.10.2007 
Kampf gegen PKK

Iran versucht sich als Vermittler

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat im Konflikt um die Kurden-Rebellen im Nordirak für eine friedliche Lösung plädiert. Nach Angaben der irakischen Regierung rief Ahmadinedschad seinen Amtskollegen Ministerpräsident Nuri al-Maliki an, um mit ihm über das Thema zu sprechen.

HB BAGDAD/TEHERAN. „Die beiden Männer sind sich über die Notwendigkeit einig, gegen die terroristischen Aktivitäten der PKK vorzugehen“, erklärte Malikis Büro in der Nacht zum Sonntag. Militäreinsätze seien aber nicht die einzige Lösung, und die Krise solle mit friedlichen Mitteln gelöst werden. Im Iran lebt wie in der Türkei und im Irak eine kurdische Minderheit.

Die verbotene Kurdenorganisation PKK kämpft für einen eigenen Staat im Südosten der Türkei, wo das Land an den Irak und den Iran grenzt. Die Türkei zieht derzeit an der Grenze zum Irak Truppen zusammen und droht mit einem Einmarsch, wenn der Irak die Rebellenangriffe aus seinem Gebiet heraus nicht unterbinden kann. Auch auf den Iran hat es in der Vergangenheit Rebellenangriffe aus dem Irak heraus gegeben, die der Iran mit Militäreinsätzen im Irak beantwortet hat.

Die Türkei hatte Vorschläge des Irak zum Vorgehen gegen die Rebellenangriffe jüngst als unzureichend zurückgewiesen. Am Sonntag sagte der türkische Außenminister Ali Babacan, im Kampf gegen die PKK im Nordirak seien alle Optionen möglich. „Wir können weiter unsere diplomatischen Mittel einsetzen oder auf militärische Mittel ausweichen“, sagte Babacan vor Journalisten während eines Besuchs in der iranischen Hauptstadt Teheran.

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