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17.05.2008 
Ölpreis

Iran will Ölförderung nicht ausweiten

Der Ölpreis steigt und steigt, Nachfrager lechzen nach jedem Tropfen. Doch das Förderkartell Opec lässt die Konsumenten dürsten. Irans Ölminister jedenfalls macht Hoffnungen zunichte, die Opec werde dem Rekordhoch beim Ölpreis mit einer Erhöhung der Fördermenge entgegentreten.

HB TEHERAN/SCHARM EL SCHEICH. Mehr Produktion werde zu mehr Reserven führen, begründete Irans Ölminister Gholamhossein Nosari die ablehnende Haltung der Organisation erdölexportierender Länder. Insbesondere die USA haben zuletzt auf eine Erhöhung der Fördermenge gedrungen. Auch Saudi-Arabien hatte am Freitag eine größere Erhöhung der Förderung abgelehnt, aber eine leichte Anhebung der Erdölproduktion um 300 000 Barrel pro Tag in Aussicht gestellt. US-Präsident George W. Bush war mit der Bitte abgeblitzt, durch eine stärkere Ölproduktion zur Dämpfung der US-Benzinpreise beizutragen. Nach den Worten seines Nationalen Sicherheitsberaters Stephen Hadley beharrte der größte Ölexporteur auf seinem Standpunkt, dass er den Bedarf seiner Kunden ausreichend decke. Der Ölpreis kletterte am Freitag erstmals über die Marke von 127 Dollar pro Fass.

Während seines Nahost-Besuchs hat Bush die von Saudi-Arabien bekanntgegebene leichte Erhöhung der Erdölproduktion als ersten Schritt begrüßt. Er fügte gleichzeitig hinzu, das löse die Probleme der USA nicht. Die USA müssten mehr im eigenen Land unternehmen. So müssten Treibstoff-Alternativen entwickelt, die Energieeinsparung ausgebaut und die Ölförderung in den USA ausgeweitet werden. Der US-Präsident hatte am Freitag mit dem saudischen König Abdullah in Saudi-Arabien über den Wunsch der USA nach einer umfassenderen Erhöhung der Ölfördermenge gesprochen.

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