Irankonflikt
Bush dementiert Kriegspläne

US-Präsident George W. Bush hat Medienberichte vehement zurückgewiesen, wonach seine Regierung Kriegspläne gegen den Iran vorantreibt. Diese Artikel seien „wilde Spekulation“.

HB WASHINGTON. Zwar wollten die USA auf keinen Fall, dass die Islamische Republik in den Besitz von Atomwaffen gelange oder das Wissen für die Herstellung solcher Waffen erlange, sagte Bush. Im Fokus aller Bemühungen stehe derzeit aber die Diplomatie.

Es war das erste Mal, dass sich Bush zu den Medienberichten vom Wochenende äußerte. Unter anderem hatte der Journalist Seymour Hersh in einem Artikel für das Magazin „New Yorker“ berichtet, die USA würden die Zerstörung einer unterirdischen Atomanlage erwägen. Dabei könnten möglicherweise auch Atomwaffen zum Einsatz kommen. Hersh berief sich in seiner Darstellung auf gegenwärtige und frühere Mitarbeiter von US-Geheimdienst und Militär. Das Präsidialamt dementierte den Bericht bislang nicht ausdrücklich. Eine Zurückweisung kam lediglich vom britischen Außenminister Jack Straw.

Die USA und andere westliche Länder werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Der Iran hat das stets zurückgewiesen und erklärt, dem Land gehe es um die zivile Nutzung der Kernenergie. Der Streit war kürzlich an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) überwiesen worden.

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