Irans Nuklearprogramm
Steinmeier warnt vor einer Ausdehnung des Atomkonflikts

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani gesprochen. Dabei warnte er vor einem Spiel auf Zeit. Jetzt sei die Zeit den Atomkonflikt endlich zu beenden.
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New YorkIm Atomstreit mit dem Iran hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier davor gewarnt, die Chancen für eine Lösung verstreichen zu lassen. Nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York sagte Steinmeier: „Es liegen viele Angebote und Vorschläge auf dem Tisch. Es ist jetzt die Zeit, den Konflikt endlich zu beenden.“

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Entwicklung eigener Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

Steinmeier betonte nach dem etwa 45-minütigen Treffen mit Ruhani, in den Verhandlungen der Staatengemeinschaft mit dem Iran habe es in den vergangenen Monaten durchaus Fortschritte gegeben. „Jetzt ist es an der Zeit, den Abschluss zu suchen.“ Zugleich dämpfte er Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch. „Der letzte Teil der Strecke, der jetzt noch vor uns liegt, ist vielleicht der schwerste. Es sind noch Hürden zu überwinden.“

Das Treffen mit Ruhani fand im Hotel der iranischen Delegation in unmittelbarer Nähe der UN-Zentrale statt. Steinmeier und der iranische Präsident zogen sich nach dem Auftakt für ein Vier-Augen-Gespräch zurück.

An den Atomgesprächen mit dem Iran sind die fünf Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates - USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich - sowie Deutschland beteiligt. Auch am Rande der Vollversammlung wurde miteinander verhandelt. Die Gespräche sollen eigentlich bis 24. November beendet sein. Die Frist wurde bereits verlängert.

Steinmeier lobte den Iran ausdrücklich für dessen Bemühungen, ein weiteres Erstarken von „islamistisch-terroristischen Gruppierungen“ zu verhindern. Er fügte hinzu: „Ich hoffe, dass der Iran weiß und spürt, dass uns jetzt ein Scheitern der Verhandlungen in dieser Zeit nicht erlaubt ist.“

Zuvor hatte Ruhani vor der UN-Vollversammlung gesprochen. Dabei warf der als gemäßigt geltende Präsident dem Westen vor, für das Erstarken des Terrorismus in der Welt mitverantwortlich zu sein. Die Sanktionen gegen sein Land wegen des Atomprogramms nannte er „einen strategischen Fehler gegen eine moderate und unabhängige Nation“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Irans Nuklearprogramm: Steinmeier warnt vor einer Ausdehnung des Atomkonflikts"

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  • Den Oberwarner Steinmeier nimmt doch niemand mehr für voll.
    Der Herr hat diese Woche noch nicht gewarnt, deshalb noch schnell am Wochende sein Sprüchlein für die Zeitung.

  • Nach Gesprächen mit Ruhani, Steinmeier lobt und tadelt den Iran!

    Ich frage mich, welches Land und deren Bürger vertritt Herr Steinmeier noch?
    Sind dies nur noch die Mitglieder der SPD oder auch Parteilose Bürger dieses Landes BRD?
    Er reist von Konferenz zu Konvergenz, überall meint er muß er etwas zu Problemen sagen?

    Was aber hat er am Ende des Tages für die Menschen und den Weltfrieden erreicht?
    Ich würde mir wünschen, er würde mehr die Interessen der Bürger der BRD und deren Wirtschaft im Auge behalten, und weniger SPD-Utopien nachjagen.

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