Irene und die Politik

Alles Versager. So oder so.

Sie wollten alles richtig machen - und machten nach Meinung vieler doch alles falsch. Die Politiker, die gegen den aufziehenden Hurrikan Irene drastische Worte und Maßnahmen gesetzt hatten, werden nun verhöhnt.
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WashingtonEs war eine große Chance sich zu profilieren, doch irgendwie ging es schief. Kaum ist der Hurrikan Irene im Nordatlantik verschwunden, bricht über den Politikern entlang der US-Ostküste ein neuer Sturm los. Der Sturm der Kritik. „Ich garantiere Ihnen, Obama hatte gehofft, es würde ein Desaster geben. Dann hätte er eine weitere Entschuldigung für die Wirtschaftskrise gehabt“, ätzte der konservative Radiomoderator Rush Limbaugh. Der bekannte Journalist Howard Kurtz lästerte: Der Präsident habe immer schön dafür gesorgt, dass er genug in den Nachrichten war.

Die drastischen Worte Obamas, Irene werde ein „historischer Sturm“, fliegen ihm nun seit Sonntag um die Ohren. Ebenso wie New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, der einen Teil der Stadt evakuieren ließ oder New Jerseys Gouverneur Chris Christie, der am Samstag via Fernsehen polterte: „Macht, dass ihr vom Strand wegkommt. Sofort!“ Sie alle finden sich nun in einer satirischen Rangliste der US-Meinungsseite „The Daily Beast“ wieder: „Die 9 größten Irene-Übertreibungen“.

Sie wollten alles richtig machen, die Gouverneure und Bürgermeister entlang der Küste, auch der Präsident. Unablässig warnen, düsterste Szenarien entwerfen, keine Sicherheitsmaßnahme auslassen. Motto: Viel hilft viel. Niemand wollte sich hinterher vorwerfen lassen, zu wenig unternommen zu haben, so wie 2005 beim Hurrikan Katrina. Außerdem bietet eine Krise auch immer eine gute Chance, sich als Macher in Szene zu setzen.

Nun mehren sich allerdings die Stimmen, die den Verantwortlichen Aktionismus vorwerfen. Sie hätten das Land in eine Hysterie geredet und den Lauf der Dinge maßlos übertrieben. So richtig Kapital schlagen konnte also kein Politiker von Irene.

Die Struktur des Sturms falsch berechnet
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5 Kommentare zu "Irene und die Politik: Alles Versager. So oder so."

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  • Die Amis wissen auch nicht was Sie wollen. Erst beschweren Sie sich über die schlechten Maßnahmen bei Kathrina in New Orleans und jetzt wo man Vorkehrungen trifft, wird kritisiert. Man soll auch mal die wirtschaftlichen Interessen zurück stellen und anerkennen, dass hier Behörden im Sinne der Bevölkerung und zu deren Schutz präventiv gehandelt haben. Mehr nicht. So einen Sturm kann man nun mal nicht exakt vorhersagen. Wenn jetz hunderte Tote zu vermelden wären hätte man auf diesen Leuten auch rumgehackt. Ich finde es eine Schande, da übernehmen Leute Verantwortung und werden für Ihren Mut auch noch verhöhnt und verspottet.

  • Ja, die Menschen sind mit der Angst ganz gut zu kontrollieren. Natürlich muss bei einer Sturmwarnung vorsorgetechnisch gehandelt werden. Jedoch sind diese Vorkommnisse nicht dem angeblichen Klimawandel, verursacht durch CO2-Treibhauseffekte, anzulasten, sondern den von Menschen vorgenommenen Wetter-Manipulationen.

    Das ist so ungefähr wie bei der Schweinegrippe. Außer Pharmariesen wie gsk und weiterhin auch Roche wollte keiner den Impfstoff Pandemrix in diesen Mengenordnungen ordern. Die öffentliche Hand hat ihn aber zum Schutze der Bevölkerung von Seiten der Regierung abnehmen müssen - die Pharmafirmen haben bewusst Panik geschürt vor einer Pandemie und die Leute - inzwischen sind ja Teile der Bevölkerung kritischer geworden und glauben nicht mehr alles, was ihnen aufgetischt wird - die wollten das Zeugs auch nicht freiwillig ind en gesunden Körper spritzen.

    Womöglich hat die damalige Gesundheitsmnisterin noch einen deal am Laufen gehabt mit der Pharmaindustrie? Das sollte mal sicherheitshalber untersucht werden.

    Leute setzt Euer Hirn ein - in jeder Richtung und entscheidet mti dem gesunden Menchenverstand, das ist das Beste. Auf staatliche Einrichtungen sollte man sich im Ernstfgall eh nicht verlassen.

  • Ja natürlich, die Schweinegrippe, das Ozonloch, die Klimaktastrophe lassen grüssen.
    Sind alles Experten die warnen, schöne Experten.

  • Es ist einfach nur traurig, wie sich gewisse Menschen an dieser Sache hochziehen, nur um die handelnden Personen schlecht zu machen. Dann waren die Vorkehrungen halt teuer, na und? Wenn für den Schutz der Bevölkerung kein Geld mehr da ist, tut es mir leid. Auf jeden Fall wurde richtig gehandelt. Es ist doch völlig egal, ob diese Entscheidungen ein Demokrat oder ein Republikaner gefällt hat. Bald will kein Mensch mehr in die Politik, wenn man für so etwas noch schlecht gemacht wird. "Entschuldigung das ich mein Volk beschützen wollte, nach heftigesten Warnungen von dafür vorgesehenen Experten". Manchmal würde ich mir hier mehr ein "Miteinander" anstatt ein "Gegeneinander" von Seiten der Politiker wünschen. Aber die Parteien lassen in diesen Situationen keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig in die Tasche zu pinkeln. Wenn selbst die Experten sagen, sie hätten den Sturm schlimmer erwartet, zeigt das doch nur, wie schwierig Umweltereignisse zu berechnen sind und das man dieses mal besser etwas zu viel, als zu wenig für den Schutz der Bevölkerung getan hat. Die Kritiker sollten sich vielleicht mal die Frage stellen, ob durch die ihrer Meinung nach "übertriebenen" Vorkehrungen Menschenleben gerettet wurden. Nachher meint man immer alles besser gewusst zu haben. Ich hätte mir die kritischen Stimmen wenn dann vor dem Sturm gewünscht, die den Mumm gehabt und da gesagt hätten: "Das wird alles halb so schlimm, wir sollten in diesem Fall weniger für den Schutz der Menschen tun." Die nicht in der Verantwortung sind haben häufig leicht reden im Nachhinein. Ich finde jedenfalls, man darf keinem Politiker der entsprechende Vorkehrungen veranlässt einen Vorwurf machen, die er basierend auf Warnungen von Experten fällt, denen er als Laie vertrauen MUSS.

  • Igendwie muss der "menschengemachte Klimawandel" doch stattfinden wo die Klimakirche so in Bedrängnis gekommen ist. So findet die Katastrophe eben nur in der Presse statt.

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