Irland-Besuch
Gauck verurteilt anti-europäischen Populismus

AfD, Ukip, Front National – in der EU gewinnen anti-europäische Kräfte zunehmend an Bedeutung. Bundespräsident Joachim Gauck kritisiert grassierenden Populismus in Europa – und nennt Irland als positives Beispiel.
  • 0

BerlinBundespräsident Joachim Gauck hat einen „grassierenden anti-europäischen Populismus“ in Ländern der EU verurteilt. „Wir dürfen den öffentlichen Raum nicht den radikalen anti-europäischen Kräften von rechts und links überlassen“, sagte Gauck in einem Interview der Tageszeitung „Irish Times“. Er mahnte einen respektvollen Umgang unter den europäischen Partnern an. Am Montag beginnt Gauck einen dreitägigen Staatsbesuch in Irland.

Angesichts kritischer Äußerungen auch in Irland über den deutschen Kurs in der Eurokrise sagte Gauck: „Wir sollten noch mehr Verständnis für die unterschiedlichen Perspektiven unserer europäischen Partner aufbringen.“ Auch bei Meinungsverschiedenheiten müsse es einen respektvollen und sachlichen Austausch geben.

Gauck will bei seinem Besuch die Anstrengungen Irlands zur Überwindung der Finanzkrise würdigen. Das Land ist nach einem Hilfsprogramm unter dem Euro-Rettungsschirm und massiven Sparanstrengungen wieder auf Wachstumskurs.

„Ich blicke mit großem Respekt auf die Fortschritte, die Irland erzielt hat“, sagte Gauck in dem am Samstag vom Präsidialamt veröffentlichten Interview. „Und ich verkenne nicht den hohen Preis, den viele Iren entlang des Wegs gezahlt haben.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Irland-Besuch: Gauck verurteilt anti-europäischen Populismus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%