Irland
Irischer Ministerpräsident Ahern tritt zurück

Nach anhaltenden Querelen um seine Person hat der irische Ministerpräsident Bertie Ahern seinen Rücktritt zum 6. Mai angekündigt. Eine Schuld will er allerdings nicht eingestehen.

HB DUBLIN. Der irische Ministerpräsident Bertie Ahern hat am heutigen Mittwoch seinen Rücktritt zum 6. Mai angekündigt. Der 56-Jährige, der seit 1997 Regierungschef war, stand in den vergangenen Monaten im Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen um seine privaten Finanzen.



Vor dem Parlament in Dublin betonte Ahern, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. „Ich habe niemals Bestechungsgelder angenommen“, sagte er. Ahern, der einer der am längsten regierenden Ministerpräsidenten in der Europäischen Union ist, hatte nach Erkenntnissen von Ermittlern in den 90er Jahren erhebliche geheim gehaltene Zahlungen von einem Geschäftsmann erhalten. Eine Untersuchung ergab bislang Barzuwendungen in Höhe von mehr als 100 000 Euro.



Bei seiner Rücktrittsankündigung wurde Ahern demonstrativ von mehreren Kabinettsmitgliedern flankiert. Als Erfolge seiner Amtszeit nannte er den Friedensprozess in Nordirland und die feste Integration seines Landes in der EU. Irland ist bislang das einzige der 27 Mitgliedsländer, in dem das Volk per Referendum über den neuen EU-Vertrag entscheiden soll. Ahern hatte die Volksabstimmung im vergangen Herbst angesetzt. Sie soll Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden.

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