IS bekennt sich
Viele Tote bei Terrorangriffen im Süden des Iraks

Bei Terrorangriffen im Süden des Iraks sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Angriffe für sich. Im Süden des Landes gab es zuletzt kaum Anschläge.
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BagdadBei zwei Selbstmordanschlägen in der Nähe der südirakischen Stadt Nassirija sind am Donnerstag mindestens 50 Menschen getötet worden. Mehr als 80 Menschen seien verletzt worden, teilten die Polizei und Rettungskräfte mit. Der sogenannte Islamische Staat (IS) reklamierte die Attentate für sich. "Dutzende Schiiten" seien getötet worden, hieß es in der Erklärung der Propoganda-Agentur Amak, des Sprachrohrs der radikalen sunnitischen IS-Miliz.

Nach Polizeiangaben waren ein Restaurant und ein Kontrollposten an einer Autobahn südwestlich von Nassirija Ziel der Anschläge. In dem Lokal habe ein Angreifer eine Sprengstoffweste gezündet. Drei oder vier weitere Angreifer hätten zugleich auf die Menschen in dem Restaurant geschossen. Unter den Opfern seien auch mehrere iranische Staatsbürger.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden im Krankenhaus von Nassirija 50 Leichen eingeliefert. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da einige Menschen sehr schwer verletzt worden seien.

Bombenanschläge sind im Süden des Iraks, wo der Großteil des Öls des Landes gefördert wird, eher selten. In der Region geht die irakische Armee gegen die IS-Miliz vor, die dort noch einige Gebiete unter ihrer Kontrolle hat. (Reporter: Mohamed El Sharif and Ahmed Rasheed, bearbeitet von Sabine Ehrardt; redigiert von Matthias Sobolewski. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030-2888 5168 oder 069-7565 1236.)

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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