IS-Hackerangriff auf die USA
„Wir sind in euren Computern“

IS-Angriff auf die USA: Die Terror-Miliz hat Daten von Soldaten, Diplomaten und vermutlich gar CIA-Agenten gehackt und ins Netz gestellt und droht den USA. Das Material sei nur ein Prozent, „von dem, was wir wissen“.
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Das „Cyber-Kalifat“ setzt seinen „Cyber-Dschihad" fort – diesmal gegen die US-Armee. Hacker des Islamischen Staats (IS) haben Namen, E-Mails mit Passwörtern, vertrauliche Facebook-Nachrichten, Kreditkarten-Abrechnungen und Telefonnummern von zahlreichen Soldaten, Mitarbeitern von Botschaften und Beamten der USA veröffentlicht. Alles ist einsehbar, von der Islamic State Hacking Division ins Netz gestellt.

In der Nacht hat der IS laut dem britischen „Express“ das Dokument veröffentlicht, auf dem 1481 Menschen aufgeführt sind. Neben den Namen wurden außerdem die dazugehörigen E-Mail-Adressen und Passwörter sowie die berufliche Abteilung, der Wohnort, die Postleitzahl und Telefonnummer preisgegeben.

Eine Gruppe mit dem Namen „Islamic State Hacking Division“ zeichnet sich für den Cyber-Angriff verantwortlich. Auf einem entsprechenden Twitter-Account schreibt der britische IS-Hacker Abu Hussain al-Britani über die USA: „Sie haben uns auf ihrer Abschlussliste und wir haben sie nun auf unserer.“ Die Hacker-Gruppe droht: Bei den Namen auf der Liste handele es sich „nur um ein Prozent von dem, was wir wissen“. Wie die „Bild“ schreibt, sollen sich auf dem veröffentlichten Dokument sogar drei CIA-Mitarbeiter befinden.

Auf ihrer Website verkündet die IS-Hacker-Gruppe zudem ihre klaren Ziele: „Wir haben eure Namen und Adressen, wir sind in euren E-Mails und Social-Media-Accounts, wir ziehen daraus vertrauliche Daten und geben sie an die Soldaten des Kalifats weiter, die bald mit der Erlaubnis von Allah angreifen werden." Wie „Bild" weiter berichtet, scheint der amerikanische Geheimdienst in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen zu sein: Nach nur einer Stunde war der Twitter-Account, auf dem die Daten veröffentlicht wurden, gesperrt und nicht mehr erreichbar.

Im April hatten IS-Hacker bereits die Homepage des französischen Senders TV5 lahmgelegt. Während der Attacke zeigten die Webseiten und Social-Media-Kanäle des Senders Forderungen des IS. Der Angriff dauerte mehrere Stunden.

Kommentare zu " IS-Hackerangriff auf die USA: „Wir sind in euren Computern“"

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  • "Die wir bald mit der Erlaubnis von Allah angreifen werden" ...was für Primaten. Sowas ist eine Beleidung Allahs! Der ganze IS ist die größte Verunglimpfung und größte Beleidung die es gegenüber dem Islam je gegen hat.

    (...)Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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