IS-Hochburg Al-Rakka
US-Geisel angeblich bei Bombenangriff getötet

Propagandistisch weiß der IS den Tod jeder Geisel auszuschlachten. Nun soll eine Amerikanerin getötet worden sein – durch Luftangriffe des US-Bündnisses. Bestätigen lässt sich der Bericht vorerst nicht.
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TunisBei Luftangriffen des US-geführten Militärbündnisses in Nordsyrien ist nach Angaben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eine amerikanische Geisel getötet worden. Dies meldete am Freitag eine Website der Extremisten. Es soll sich um eine 26 Jahre alte Entwicklungshelferin handeln, die im August 2013 in Syrien entführt wurde. Die US-Regierung bestätigte die Angaben zunächst nicht.

Berichten zufolge soll der IS für ihre Freilassung ein Lösegeld von 6,6 Millionen Dollar gefordert haben. Im Todesfall wäre sie die sechste getötete westliche IS-Geisel. Laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es am Freitag mehrere Luftschläge in der IS-Hochburg Al-Rakka.

„Wir sind natürlich zutiefst besorgt über diese Berichte“, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Bernadette Meehan. „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch keinen Beweis gesehen, der die Behauptung des IS bestätigt.“ Auch die Sprecherin im Außenamt, Marie Harf, bestätigte den Bericht nicht, kündigte aber eine Untersuchung an. Das Pentagon äußerte sich zunächst nicht.´

Auf der Website der Extremisten wurden Namen, Adresse, Telefonnummern und die Mailadresse des mutmaßlichen Todesopfers genannt. Zudem zeigten Bilder das Haus, das bei dem Angriff in Al-Rakka angeblich beschädigt wurde. Kämpfer seien bei dem mehr als einstündigen Bombardement nicht ums Leben gekommen, hieß es. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete von dort hingegen Dutzende getötete IS-Kämpfer.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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