IS-Terror im Irak
Iran beliefert Kurden im Nordirak mit Waffen

Die kurdischen Peschmerga haben nach eigenen Aussagen Waffen und Munition aus dem Iran erhalten. Der Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS geht weiter. Autobombe in Bagdad tötet mindestens 31 Menschen.
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Erbil/BagdadDer Iran hat die Kurden im Nordirak nach deren Angaben mit Waffen und Munition versorgt. „Wir haben um Waffen gebeten, und der Iran war das erste Land, das uns Waffen geschickt hat“, sagte Kurden-Präsident Massud Barsani am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Sarif in Erbil.

Auch Deutschland plant Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga, die im Nordirak gegen radikale Islamisten der Bewegung Islamischer Staat (IS) kämpfen. Bisher ist allerdings unklar, welche Waffen aus den Beständen der Bundeswehr den Kurden überlassen werden sollen.

Die Islamisten-Miliz IS hat Regionen in Syrien und dem Nordirak unter ihre Kontrolle gebracht und zwingt den Menschen dort eine extremistische Auslegung des Islam auf, zu der auch Steinigungen und Kreuzigungen zählen.

In Bagdad gab es indes erneut einen Anschlag mit mehreren Toten. Bei der Explosion einer Autobombe sind in der irakischen Hauptstadt am Dienstag mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, 31 wurden verletzt. Das mit Sprengstoff beladene Fahrzeug sei in der Nähe von Vieh- und Gemüsemärkten sowie einer Polizeidienststelle geparkt gewesen und in der Hauptverkehrszeit detoniert, teilte die Polizei mit.

Für den Anschlag übernahm niemand die Verantwortung. Er trägt aber die Handschrift von mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundenen Extremisten.

Derzeit kämpft die schiitische Regierung Iraks gegen die sunnitischen Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat, die weite Teile des Landes im Norden und Westen unter ihrer Kontrolle hat.

Am Montag waren durch Anschläge in schiitischen Gebieten in und um Bagdad mindestens 58 Menschen getötet worden. Darunter waren auch 15 Kirchgänger, die bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Bagdad ums Leben kamen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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