ISAF
Neuer Oberkommandeur in Afghanistan

Der neue Befehlshaber der in Afghanistan stationierten US- und NATO-Truppen hat am Montag sein Amt offiziell angetreten. Bei einer kurzen Zeremonie in Kabul übernahm US-General Stanley McChrystal das Kommando von David McKiernan, der nach nur einem Jahr vom Pentagon entlassen wurde.

HB KABUL. Ursprünglich sollte McKiernan die Truppen in Afghanistan zwei Jahre lang führen. Die Ablösung erfolgte vor dem Hintergrund eskalierender Gewalt vor allem in den südlichen Provinzen des Landes.

Von McChrystal, einem früheren Befehlshaber amerikanischer Spezialeinheiten, werden auch ungewöhnliche beziehungsweise unkonventionelle Ansätze im Kampf gegen die Taliban erwartet, die in letzter Zeit deutlich erstarkt sind. McChrystal selbst versprach, bei künftigen Militäroperationen besonders darauf zu achten, dass keine Zivilpersonen in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Erfolg eines Einsatzes sei nicht daran zu messen, wie viele Taliban getötet, sondern wie viele Zivilpersonen beschützt würden.

Die mitunter hohe Zahl ziviler Opfern bei US-Luftangriffen hat das Verhältnis zwischen den US-Truppen und der afghanischen Regierung in jüngster Zeit stark belastet. "Das afghanische Volk steht im Mittelpunkt unserer Mission. Es verkörpert selbst die Mission. Wir müssen es vor jeglicher Form von Gewalt schützen", betonte McChrystal jetzt bei seiner Amtseinführung.

Derzeit sind 56 000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. Hinzu kommen 32 000 Mann aus 41 anderen Ländern, die sich ebenfalls an der NATO-geführten Stabilisierungstruppe ISAF beteiligen. Darunter sind auch rund 4 500 aus Deutschland.

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