Islamisten die Täter?
Franzosen in Somalia verschleppt

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben bewaffnete Männer am Dienstag zwei französische Sicherheitsberater verschleppt. Die Angreifer seien in das Hotel gestürmt und hätten die beiden Franzosen entführt, berichtete der Manager des Sahafi-Hotels.

HB MODAGISCHU. Zu ihrem eigenen Schutz hätten sich die Männer als Journalisten ausgegeben, sagte ein Regierungsvertreter. In Wahrheit hätten die beiden Franzosen bei der Ausbildung der örtlichen Sicherheitskräfte helfen sollen. Die Polizei vermutet Islamisten hinter der Tat.

Das französische Außenministerium bestätigte, die beiden Männer seien in offiziellem Auftrag in Somalia tätig gewesen. „Sie unterstützen die provisorische Regierung von Präsident Sheikh Sharif in Sicherheitsfragen“, erklärte das Ministerium in Paris.

In Somalia gibt es seit etwa 20 Jahren kein funktionierendes Staatswesen mehr. Dort kämpfen seitdem Familienclans und islamische Extremisten um die Macht. Seit 2006 kamen dabei mindestens 18 000 Menschen ums Leben. Hunderttausende sind auf der Flucht.

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