Israel-Besuch beendet
Köhler spricht mit Wissenschaftlern

Mit einem Bekenntnis zum weiteren Ausbau der deutsch-israelischen Beziehungen hat Bundespräsident Horst Köhler am Freitag seinen viertägigen Staatsbesuch in dem Nahost-Land beendet. Zum Abschluss seiner Reise pflanzte er als erstes ausländisches Staatsoberhaupt einen Olivenbaum im neuen „Wald der Nationen“ in Jerusalem.

HB TEL AVIV. Köhler bezeichnete diese Geste als „Symbol der Hoffnung und des Lebens“ für Israel und für die weitere Entwicklung der Beziehungen beider Länder.

Köhler widmete seinen letzten Tag in Israel besonders dem Gespräch mit Wissenschaftlern in der hebräischen Universität in Jerusalem, der ältesten Hochschule des Landes, und im Weizmann-Institut bei Tel Aviv. Hier wurden ihm neueste Ergebnisse von Spitzenforschung vorgestellt.

Am Morgen hatte der Bundespräsident auf dem Zionsberg von Jerusalem die von deutschen Benediktinern geführte Domitio-Benediktiner-Abtei aufgesucht, wo nach der Überlieferung das Letzte Abendmahl mit Christus stattgefunden hat. Mönche, Schwestern und Theologen engagieren sich hier für den konfessionsübergreifenden Dialog und in sozialen Diensten. Die Benediktiner wollen hier auch eine Friedensakademie aufbauen.

Höhepunkt der vierten Staatsvisite eines deutschen Bundespräsidenten in Israel waren der Besuch der Holocaust- Gedenkstätte Jad Vaschem und eine Rede Köhlers auf Deutsch vor der Knesset (Parlament). Köhler bezeugte „Scham und Demut“ für die deutschen Nazi-Verbrechen an den Juden und warb gleichzeitig für einen Ausbau der Beziehungen zu Israel.

Anlass für Köhlers Reise war die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern vor 40 Jahren. Der israelische Staatspräsident Mosche Katzav wird im Mai in Deutschland erwartet. Am Rande der Köhler-Reise wurde bekannt, dass auch der schon zwei Mal verschobene Deutschland-Besuch von Ministerpräsident Ariel Scharon in diesem Jahr stattfinden soll.

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