Israel
Ex-Staatspräsident Katzav wegen Vergewaltigung angeklagt

Der frühere israelische Staatspräsident Mosche Katzav ist am Donnerstag wegen Vergewaltigung und weiterer sexueller Übergriffe angeklagt worden. Katzav trat 2007 wegen der Vorwürfe gegen ihn zurück.

HB JERUSALEM. Die Anklage wurde in einem Bezirksgericht in Tel Aviv eingereicht. Ein Prozesstermin stand zunächst nicht fest. Katzav wird vorgeworfen, eine frühere Mitarbeiterin vergewaltigt zu haben, die anderen Anklagepunkte beziehen sich auf drei weitere ehemalige Mitarbeiterinnen.

Katzav trat zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit im Juni 2007 zurück, nachdem ihm die vier Frauen vorgeworfen hatten, sie in seiner Zeit als Präsident und früher als Tourismusminister angefasst und geküsst und in zwei Fällen vergewaltigt zu haben. Bei einer Verurteilung wegen Vergewaltigung drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Der 63-Jährige hat in dem Verfahren immer wieder seine Unschuld beteuert und von einer Hexenjagd gesprochen. Der frühere Staatschef widerrief im August eine außergerichtliche Einigung und will während des Prozesses seinen Namen reinwaschen. Nach der Absprache mit der Staatsanwaltschaft wäre er mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Zu seinem Nachfolger wurde der Friedensnobelpreisträger Schimon Peres gewählt.

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