Israel
Netanjahu droht Hisbollah mit heftiger Gegenwehr

An Israels Grenze zum Libanon ist es am Mittwoch zu heftigen Feuergefechten gekommen, bei denen ein UN-Soldat starb. Regierungschef Netanjahu droht der Hisbollah mit heftiger Gegenwehr „an allen Fronten“ gedroht.

JerusalemBei dem schwersten Zwischenfall an Israels Grenze zum Libanon seit fast einem Jahrzehnt ist am Mittwoch ein UN-Blauhelmsoldat getötet worden. Israels Armee feuerte mit Artillerie in das libanesische Grenzgebiet, nachdem ein israelisches Militärfahrzeug von einer Panzergranate getroffen worden war. Dabei gab es auf israelischer Seite mehrere Opfer, wie ein Armeesprecher bestätigte.

Regierungschef Benjamin Netanjahu drohte mit heftiger Gegenwehr. „Unsere Armee ist an allen Fronten bereit, mit aller Kraft auf Angriffe zu reagieren“, erklärte der israelische Ministerpräsident am Mittwoch. Die libanesische Hisbollah-Miliz erklärte in Beirut, sie habe den Angriff geplant und ausgeführt.

Ihre Kämpfer hätten „im Gebiet der besetzten libanesischen Schebaa-Farmen einen israelischen Konvoi aus mehreren Fahrzeugen mit Raketen angegriffen“, hieß es in einer Mitteilung des „Islamischen Widerstands“, des militärisches Arms der schiitischen Hisbollah. Mehrere Wagen seien zerstört worden, „in den aus Offizieren und Soldaten bestehenden feindlichen Reihen hat es Opfer gegeben“, hieß es weiter.

Die israelische Armee hatte zuvor gemeldet, eine Panzerabwehrrakete habe ein israelisches Militärfahrzeug an der Grenze zum Libanon getroffen. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass es dabei mehrere Verletzte gab. „Die Insassen wurden nach dem Treffer aus kurzer Entfernung heftig beschossen. Die israelischen Soldaten erwiderten das Feuer und haben auch Ziele auf der anderen Seite der Grenze getroffen“, berichtete diese Quelle.

Der schwere Zwischenfall ereignete sich in dem umstrittenen Grenzabschnitt der Schebaa-Farmen. Sie liegen am Westhang des Hermon-Bergmassivs. Die Lage an den Nordgrenzen Israels ist seit zehn Tagen sehr angespannt, nachdem bei einem Israel zugeschriebenen Angriff auf einen Militärkonvoi im syrisch kontrollierten Teil des Golan am 18. Januar sechs Hisbollah-Kämpfer und ein iranischer General getötet wurden.

Schon am Dienstag waren aus Syrien abgefeuerte Raketen im israelisch besetzten Gebiet der Golanhöhen eingeschlagen. Israel reagierte in der Nacht zum Mittwoch mit Luftangriffen auf syrische Armeestellungen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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