Israel
Raketenangriff gefährdet Waffenruhe

Die Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen ist brüchig: Am Donnerstag schlug im israelischen Grenzgebiet erneut eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete ein, meldet das israelische Militär.

HB TEL AVIV. Israel hielt den zweiten Tag in Folge alle Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. Ein hochrangiger Mitarbeiter im Verteidigungsministerium, Peter Lerner, begründete die anhaltende Blockade mit dem Bruch der Waffenruhe durch militante Palästinenser.

Vor dem neuen Angriff aus dem Gazastreifen, zu dem sich der militärische Arm der Fatah-Bewegung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas bekannte, hatte Lerner gesagt, nach Beurteilung der Lage würden die Übergänge möglicherweise am Freitag wieder geöffnet.

Ein Sprecher der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas nannte die Blockade am Donnerstag einen "schweren Verstoß gegen die Waffenruhe-Vereinbarung". Fausi Barhum sagte, Israel breche den wichtigsten Teil des Abkommens, das unter ägyptischer Vermittlung zustande gekommen war. Dies zwinge palästinensische Fraktionen dazu, ihre Position neu zu überdenken.

Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Heiliger Krieg (Dschihad) hatten am Dienstag drei Raketen auf die israelische Grenzstadt Sderot abgefeuert. Die Gruppe bezeichnete dies als Rache für den Tod eines ihrer Führer, der bei einem israelischen Militäreinsatz im Westjordanland getötet worden war.

Die Waffenruhe zwischen Israel und militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen hatte vor einer Woche begonnen. Als Teil der Vereinbarung wollte Israel die monatelange Blockade des Gazastreifens aufheben und Warenlieferungen gestatten.

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