Israel: Scharon schwebt in Lebensgefahr

Israel
Scharon schwebt in Lebensgefahr

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon musste sich heute einer Notoperation unterziehen. Seit einem Schlaganfall liegt Scharon im Koma.

HB JERUSALEM. Bei einer Computer-Tomographie seien ernsthafte Schäden am Verdauungsapparat des Politikers entdeckt worden, sagte der Direktor des Hadassah-Krankenhauses, Ron Krumer. Daraufhin sei Scharon zur Operation gebracht worden. Krumer bestätigte Rundfunkberichte, denen zufolge die Ärzte um das Leben Scharons fürchteten. Ein Vertreter des Krankenhauses, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte: „Wir erwarten, dass er heute stirbt“.

Scharon ist nach seiner neuerlichen Operation auf die Intensivstation gebracht worden. Dies teilte die Klinik nach der Operation mit. Die Ärzte machten keine Angaben zum Zustand Scharons, kündigten aber eine Pressekonferenz an. Der israelische Armeerundfunk berichtete, der Eingriff sei erfolgreich verlaufen.

Der 77-jährige Scharon hatte am 4. Januar einen schweren Schlaganfall erlitten. Danach war er in ein künstliches Koma versetzt worden, aus dem er trotz Bemühungen der Ärzte bislang nicht erwacht ist. Die Amtsgeschäfte führt derzeit als Übergangs-Ministerpräsident sein Stellvertreter Ehud Olmert.

Kurz vor seinem Schlaganfall hatte Scharon sich mit einer neuen Partei auf eine Wiederwahl bei der für Ende März geplanten die Parlamentswahl vorbereitet. Umfragen zufolge kann die von ihm ins Leben gerufene Kadima-Partei mit einem deutlichen Wahlsieg rechnen. Der ehemalige General war seit Jahrzehnten eine politische Schlüsselfigur im Nahen Osten. In den vergangenen Jahren hat er sich positiv über die Gründung eines Palästinenser-Staats geäußert. Vor Wiederaufnahme der Friedensgespräche müssten jedoch die militanten Palästinenser-Organisation entwaffnet werden, forderte er.

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