Israel tötet in Westjordanland drei Palästinenser
Arafat setzt Al-Aksa-Führer vor die Tür

Jassir Arafat hat in der Nacht zum Donnerstag mehr als 20 von Israel gesuchte Führer der radikalen Fatah-Splittergruppe Al-Aksa-Brigaden aus seinem Hauptquartier in Ramallah verwiesen. Der Palästinenserpräsdent wollte so offenbar einer Razzia vorgreifen

HB RAMALLAH/TULKAREM. Nach palästinensischen Berichten reagierte er damit auf Gerüchte in der Stadt, Israels Armee plane eine weit reichende Razzia in Ramallah und eine Stürmung des Hauptquartiers. Die Fatah-Führer hatten in dem Gebäude Zuflucht gesucht.

In Tulkarem erschossen Soldaten am Donnerstag drei führende Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden. Eine Armeesprecherin teilte mit, zwei der Getöteten seien für einen Anschlag auf eine Siedlung bei Tulkarem verantwortlich, bei denen Anfang des Monats ein Siedler getötet und seine Tochter verletzt wurden. Bei dem dritten Getöteten handele es sich um den örtlichen Führer der Al-Aksa-Brigaden in Tulkarem.

Zeugen: Israel tötet drei gesuchte Palästinenser

In der Stadt Tulkarm im Westjordanland erschossen israelische Soldaten nach Angaben von Ärzten am Donnerstag drei gesuchte Palästinenser. Die drei seien Mitglieder der militanten El-Aksa-Märtyrer-Brigaden gewesen, die zur Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat gehören. Augenzeugen berichteten, die Soldaten seien am frühen Morgen in die Stadt eingerückt und hätten das Feuer eröffnet. Die Israelische Armee äußerte sich zunächst nicht. Es war unklar, ob die Erschossenen bewaffnet waren.

Am Mittwoch waren bei einer Israelischen Militäraktion in Bet Lahija im Gaza-Streifen neun Palästinenser getötet worden, unter ihnen vier bewaffnete Männer. Die Armee erklärte, sie suche nach militanten Palästinensern, die Raketen auf Städte in Israel und Israelische Siedlungen im Gaza-Streifen abgefeuert hätten.

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