Israel und die Deutschen
Beliebt wie nie

Seit 50 Jahren pflegen Deutschland und Israel bereits diplomatische Beziehungen. Anlässlich des Jubiläums ermittelte die Adenauer-Stiftung das Deutschland-Bild der Israelis. Sie werden demnach immer mehr zu Merkel-Fans.

BerlinIn den nächsten Monaten feiern Deutschland und Israel das 50-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen. Dafür kommt unter anderem der neue israelische Präsident Reuven Rivlin im Mai zu einem Besuch nach Berlin. Anlässlich des Jubiläums hat die Konrad-Adenauer-Stiftung nun das heutige Deutschland-Bild der Israelis ermittelt. Es zeigt sich: Die Israelis entwickeln sich zu Deutschland-Fans.

Fast 70 Prozent der über 18-jährigen Israelis haben ein positives Bild von der Bundesrepublik. Unter den europäischen Nationen nimmt Deutschland unangefochten und mit weitem Abstand den Spitzenplatz in der Beliebtheit in Israel ein. Die persönlichen Eigenschaften der Deutschen werden zwar noch immer mehrheitlich (56 Prozent) als zurückhaltend, kalt und unpersönlich eingeschätzt, dafür gilt „der Deutsche an sich“ aber auch als Quelle großer Zuverlässigkeit (57 Prozent).

Fast durchgehend Deutschland-kritischer sind dagegen Israelis mit russischen Wurzeln. Die Forscher der Adenauer-Stiftung sehen hier noch eine starke Verbindung zu Stereotypen aus der Zeit des Kalten Kriegs. Allgemein gilt jedoch: Je älter und säkularer die Israelis sind, desto positiver ist die Einschätzung Deutschlands.

Berlins starke Führungsrolle in Europa ist für die Mehrheit der Israelis kein Problem – im Gegenteil. Die internationale Politik der Bundesrepublik wird fast durchweg positiv eingeschätzt, auch in Bezug auf den Nahost-Konflikt. Hier wünschen sich viele sogar eine noch aktivere Rolle Deutschlands in der Zukunft. 54 Prozent der Israelis glauben, dass Deutschland als „ehrlicher Makler“ zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde fungieren kann.

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