Israel warnt vor Katastrophe
Wieder Raketen auf Südisrael abgefeuert

Militante Palästinenser haben allen internationalen Warnungen zum Trotz erneut vom Gazastreifen aus israelisches Territorium mit Raketen beschossen.

HB JERUSALEM. Drei Kassam-Raketen schlugen am Mittwoch in der Grenzstadt Sderot ein, wo ein Wohnhaus beschädigt wurde. Eine Rakete landete in der Nähe des Hauses von Verteidigungsminister Amir Perez. Dieser warnte die palästinensische Bevölkerung davor, sich von extremistischen Gruppen in die Katastrophe führen zu lassen.

„Wir werden Wege finden, um diese Organisationen daran zu hindern, Sderot und andere Orte anzugreifen“, sagte Perez nach einer Besichtigung des beschädigten Hauses in seiner Heimatstadt. Die israelischen Streitkräfte reagierten auf den Angriff mit einem neuerlichen Artilleriebeschuss des Gazastreifens. Am Dienstag waren erstmals seit dem Abzug vor acht Monaten wieder israelische Bodentruppen in das Autonomiegebiet vorgedrungen. Vier Palästinenser wurden erschossen, unter ihnen drei Angehörige des Islamischen Dschihads.

Unterdessen kündigte der palästinensische Finanzminister Omar Abdel Rasek zumindest für einen Teil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst eine Auszahlung der ausstehenden Gehälter an. In den nächsten Tagen würden alle, die weniger als 1 500 Schekel (260 Euro) im Monat verdienten, ein Monatsgehalt bekommen, hieß es. Etwa 40 000 Bedienstete kämen in diesen Genuss.

Ministerpräsident Ismail Hanija hatte am Dienstag zumindest einen Gehaltsvorschuss für alle Betroffenen versprochen. Deren Gesamtzahl wurde bislang immer mit 165 000 angegeben, Rasek sprach jetzt aber von 151 000 Beschäftigten. Der Finanzminister räumte ein, dass die Autonomiebehörde nicht über genug Geld für weitere Gehaltszahlungen verfüge. Ursache der Krise ist die Einstellung der westlichen Finanzhilfen nach der Regierungsübernahme der islamisch-fundamentalistischen Hamas-Bewegung.

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