Israel will Demonstration verhindern
Siedler planen Demonstration am Tempelberg

Radikale Siedler planen für Sonntag eine Großdemonstration am Tempelberg in Jerusalem. Die israelische Regierung will das unter allen Umständen verhindern.

HB BERLIN. Die israelische Regierung will die für den morgigen Sonntag auf dem Jerusalemer Tempelberg geplante Großdemonstration jüdischer Siedler verhindern. Der Minister für Öffentliche Ordnung, Gideon Esra, teilte am Samstag mit, die Polizei habe entsprechende Befehle erhalten. Bereits vor einigen Tagen war für den Sonntag eine Sperrung des Tempelbergs angekündigt worden.

Den Juden ist der Jerusalemer Altstadtbezirk als Tempelberg, den Muslimen als Haram as Scharif heilig. «Unter keinen Umständen werden wir Provokationen erlauben», erklärte Esra im israelischen Rundfunk.

Am Samstagabend teilte die Polizei mit, am Sonntag werde auch der Zugang für Muslime auf das Gelände beschränkt, auf dem sich die Al-Aksa-Moschee befindet. Nur Muslime über 40 Jahre dürften die Absperrungen passieren.

Die Organisatoren der Siedler-Kundgebung teilten mit, sie hielten an der geplanten Veranstaltung fest. «Es werden tausende von Leuten nach Jerusalem kommen, aus allen Landesteilen», sagte David Haivri, ein Führer der Gruppe Revava. Er erwarte, das mindestens 1000 Demonstranten die Polizeiabsperrungen durchbrechen könnten. Revava gehe es bei der Aktion darum, das Recht zum Gebet auf dem Tempelberg zu bekräftigen.

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