Israelische Offensive
„Niemand im Gazastreifen ist sicher“

Bei der Zivilbevölkerung im Gazastreifen sorgen die israelischen Luftangriffe und die drohende Bodenoffensive für Angst und Schrecken. Hadeel Qazzaz bangt um ihre Familie, die dort lebt.

„Niemand ist dort sicher“, sagt Hadeel Qazzaz in einem Interview mit Handelsblatt.com zur Situation im Gazastreifen. Sie arbeitet für die Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah und hat enge Verwandte in dem Gebiet, das derzeit im Fokus israelischer Luftangriffe steht. „Sie sind in Gefahr. Das Haus meiner Schwester ist zerstört. Sie kann dort mit ihren fünf Kindern nicht mehr leben.“ Die Familie sei deshalb gezwungen zur Schwiegermutter zu ziehen.

Als großes Problem betrachtet Hadeel Qazzaz die Bebauungstruktur im Gazastreifen. Stützpunkte der radikal-islamischen Hamas und andere Angriffsziele befänden sich direkt neben Häusern von Familien. Sie würden bei jeder Attacke oder Explosion in Mitleidenschaft gezogen, angefangen von splitternden Fensterscheiben.

„Ich habe meine Mutter seit mehr als drei Jahren nicht mehr gesehen“, sagt Qazzaz. Dabei lebt sie nur 80 Kilometer entfernt. Kontakt kann sie nur telefonisch halten. Allerdings gebe es beim Mobilfunknetz nun teilweise Ausfälle infolge der Angriffe.

Die Situation für die Menschen im Gazastreifen ist schon seit längerer Zeit schwierig. Qazzaz berichtet, dass es auf Grund von Blockaden schon seit anderthalb Jahren an Essen und Medikamenten mangele. Seit mehr als einem Jahr gebe es nicht mehr regelmäßig Strom. Auch das Gesundheitswesen sei schon vor den jüngsten Angriffen zerstört gewesen.

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