Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser
Fatah gewinnt im Westjordanland

Israelische Soldaten haben zwei Palästinenser im Westjordanland getötet. Unterdessen hat die Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas die dritte Runde der palästinensischen Kommunalwahl in der Region gewonnen.

HB NABLUS/TEL AVIV. Die Fatah habe in 59 % der 104 neu besetzten Stadt- und Gemeinderäten die Mehrheit erreicht, teilten die Behörden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse am Freitag mit. Die Extremistenorganisation Hamas entschied demnach die Abstimmung in 27 % der Kommunen für sich. 14 % gehen an andere Gruppierungen. Die Wahlbeteiligung wurde mit 81 % angegeben. Das amtliche Endergebnis wird in den kommenden Tagen erwartet.

Die erste Abstimmung seit dem israelischen Rückzug aus dem Gaza-Streifen galt als Stimmungstest vor der Parlamentswahl im Januar. Bei den vorangegangen zwei Runden schnitt die Hamas sehr gut ab. Dies wird von Israel als Gefahr angesehen, da sich die Organisation der Zerstörung des jüdischen Staates verschrieben hat.

Unterdessen töteten israelische Soldaten drei Kämpfer der Al-Aksa-Brigaden im Westjordanland. Das teilte die radikal-islamische Gruppe mit. Eine Armee-Sprecherin bestätigte, Soldaten hätten bei einer Razzia auf Palästinenser geschossen, die die Soldaten angegriffen hätten. „Insgesamt wurden elf Terroristen festgenommen“, sagte die Sprecherin. In den vergangenen Tagen war es im Westjordanland und im Gaza-Streifen wiederholt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und palästinensischen Extremisten gekommen.

Zwei bewaffnete Palästinenser sind am Freitagmorgen bei einem Schusswechsel mit israelischen Soldaten im Westjordanland getötet worden. Wie palästinensische Sicherheitsbeamte weiter berichteten, kam es zu dem Schusswechsel mit Mitgliedern der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, nachdem die Soldaten in das Flüchtlingslager Balata in der Nähe Nablus eingedrungen waren. In israelischen Medienberichten war von drei getötet Palästinensern die Rede gewesen. Mehrere verwundete Palästinenser seien festgenommen worden.

Die israelischen Soldaten waren im Rahmen ihrer Operation gegen palästinensische Extremisten im Westjordanland in das Flüchtlingslager eingedrungen. Die Al-Aksa-Brigaden sind der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Abbas hatte am späten Donnerstagabend die Israelis aufgefordert, ihre Militäroperationen im Westjordanland einzustellen, da die Palästinenser allles tun würden, um die Lage zu beruhigen.

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