Israelische Unternehmen wollen Müll im Westjordanland entsorgen
Abbas will hunderte Milizionäre entwaffnen

Nach einem Abkommen mit Israel will Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hunderte militante Palästinenser entwaffnen und in seine eigenen Sicherheitskräfte einbinden. Unterdessen wollen israelische Abfallunternehmen ihren Müll ungeachtet palästinensischer Proteste im Westjordanland entsorgen.

HB RAMALLAH. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will hunderte militante Palästinenser nach einem Abkommen mit Israel entwaffnen und in seine eigenen Sicherheitskräfte einbinden. „Sobald wir israelische Garantien haben, dass die Gesuchten nicht mehr verfolgt werden, sind 95 % des Problems gelöst“, sagte der palästinensische Politiker Abdel Fattah Hamajel am Montag in Ramallah. Er beschrieb dies als „ermutigend und positiv“.

Abbas habe in der Nacht zum Montag ein Komitee eingesetzt, das die Aufnahme militanter Kämpfer in die offiziellen Sicherheitskräfte regeln soll. Ein israelischer Unterhändler habe signalisiert, dass an einem Entwurf für ein Abkommen mit der Palästinenserführung gearbeitet werde. Israel würde die militanten Männer demnach nicht mehr verfolgen, was ihnen ein Leben in Sicherheit und Würde ermögliche, sagte Hamajel.

Etwa 70 Bewaffnete aus den Reihen der militanten Al-Aksa-Brigaden hatten in der vergangenen Woche das Feuer auf Büros von Abbas in der Mukata, dem Amtssitz des Präsidenten in Ramallah, eröffnet. Nach israelischen Angaben gibt es im Westjordanland etwa 500 Palästinenser, die wegen Angriffen gesucht werden. Nach Angaben von Hamajel werden sogar mehr als 1000 Palästinenser gesucht. Unter dem Schutz des im vergangenen Jahr gestorbenen Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat hatte eine größere Gruppe von Gesuchten in der Mukata gelebt. Bulldozer begannen am Montag mit der Zerstörung eines Gebäudes, das ihnen bislang als Unterkunft gedient hatte.

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