Israelischer Ministerpräsident
Netanjahu fordert Todesstrafe für Terroristen

Israels Ministerpräsident Netanjahu will in besonderen Fällen gegen Terroristen die Todesstrafe verhängen. Er sagte, die Strafe sei bereits im Gesetz verankert. Bislang wurde nur einer in Israel zum Tode verurteilt: Adolf Eichmann.
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Tel AvivIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich am Donnerstag für die Verhängung der Todesstrafe für Terroristen in besonderen Fällen ausgesprochen. Netanjahu besuchte die trauernden Angehörigen dreier Israelis, die vor einer Woche bei dem Anschlag eines Palästinensers in einer Siedlung im Westjordanland getötet worden waren. Der Palästinenser war durch Schüsse eines Nachbarn verletzt und dann in Gewahrsam genommen worden.

„Ich habe der Familie gesagt, dass es an der Zeit ist, in schwerwiegenden Fällen die Todesstrafe für Terroristen umzusetzen“, schrieb Netanjahu zu einem Video des Besuchs, das er auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte.

Die Strafe sei bereits im Gesetz verankert, sagte Netanjahu weiter. „Es ist eine einstimmige Entscheidung der Richter notwendig, aber sie wollen auch die Position der israelischen Regierung wissen.“ Seine Einstellung als Ministerpräsident sei es, „dass (der Täter) im Fall eines so verabscheuungswürdigen Mordes hingerichtet werden muss - damit er nicht mehr lächelt“.

Der palästinensische Täter hatte am Freitagabend in der israelischen Siedlung einen Großvater und dessen erwachsene Kinder erstochen, während die Familie gerade die Geburt eines Enkelkindes feierte. Die Polizei veröffentlichte später Bilder, die einen blutverschmierten Tatort zeigten.

Bisher hat Israel nur in einem Fall die Todesstrafe angewandt: 1962 wurde der deutsche NS-Verbrecher Adolf Eichmann gehängt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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