Italien behält seine Soldaten in Irak
Berlusconi unterstützt US-Irak-Politik

US-Präsident Bush und der italienische Ministerpräsident Berlusconi sind zu Gesprächen zusammengekommen. Berlusconi versicherte Bush seiner Unterstützung.

HB BERLIN. US-Präsident George W. Bush hat sich am Freitag mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi zu einem Gespräch getroffen. Berlusconi versicherte Bush bei einer anschließenden Pressekonferenz, seine Regierung werde die Irak-Politik der USA auch weiterhin unterstützen. Die italienischen Soldaten würden nicht abgezogen.

Bush verglich die gegenwärtige Situation mit dem Kampf gegen den Kommunismus nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals wie heute habe man vor der Wahl gestanden, nachzugeben oder den Kampf aufzunehmen. So wie man sich damals gegen den Kommunismus gestellt habe, müsse man sich heute gegen den Terrorismus stellen.

Der Westen müsse an seinen Werten festhalten und die Demokratie verbreiten, «oder wir werden uns dem Terrorismus und Hass ergeben». Bush sagte, die Demonstrationen gegen seinen Besuch störten ihn nicht. Er freue sich vielmehr, in einem Land zu sein, wo jeder seine Meinung sagen könne. Er gab sich zuversichtlich, dass die Meinungsverschiedenheiten über den Irak-Krieg überwunden seien und man nun auch mit den Kriegsgegnern für einen freien und demokratischen Irak zusammenarbeiten werde.

Nach Angaben eines Beraters sprachen die Politiker bei ihrem Treffen über den bevorstehenden G-8-Gipfel, die Lage in Irak, den Nahost-Konflikt und den Krieg gegen den Terror. Noch am Nachmittag wollte Bush nach Frankreich weiterreisen, wo er an den Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie teilnimmt.

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