Italien
Berlusconi-Lager gewinnt bei Kommunalwahlen

Bei den italienischen Kommunal- und Provinzwahlen hat das Mitte-Rechts-Lager von Oppositionschef Silvio Berlusconi deutliche Gewinne verbuchen können. Die Rechte konnte bereits im ersten Wahlgang Verona, Monza und Alessandria sowie andere Städte im Norden zurückzuerobern.

HB ROM. Das Ergebnis „wirft ein Licht auf die Probleme der Regierung“ von Ministerpräsident Romano Prodi, schrieb die Zeitung „Corriere della Sera“. Bei der zweitägigen Abstimmung in über 850 zumeist kleineren Kommunen waren zehn Millionen Italiener, fast ein Fünftel der Wahlberechtigten im ganzen Land, zum Urnengang aufgerufen.

„Ganz Italien hat Prodi bestraft“, äußerte sich Berlusconi nach Angaben des Blattes vor Vertrauten. Der seit einem Jahr regierende Prodi räumte ein, „dass es Probleme im Norden gibt“, hieß es. Kommentatoren meinten allerdings, der vom Mitte-Rechts-Lager erhoffte Erdrutschsieg sei ausgeblieben. So habe Prodis Mitte-Links-Bündnis Genua halten und sich im mittelitalienischem L'Aquila durchsetzen können, wo bisher die Rechte den Bürgermeister stellte.

Prodi steht seit längerem in der Kritik. Umfragen zufolge sind zwei Drittel der Italiener von seiner Regierung enttäuscht. Kritiker werfen ihm vor, wegen seiner lediglich hauchdünnen Parlamentsmehrheit wage er es nicht, dringend notwendige Reformen anzupacken.

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