Italien
Berlusconi muss vor Gericht

Lange hatte er sich allen juristischen Nachstellungen entziehen können. Nun hat ein Richter aber entschieden, dass sich der italienische Ex-Ministerpräsident Berlusconi vor Gericht verantworten muss. Es geht um Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung und Unterschlagung.

HB ROM. Der Richter ordnete am Freitag ein Verfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung und Unterschlagung gegen Berlusconi sowie weitere 13 Angeklagte an. Wie aus Justizkreisen verlautete, soll der Prozess am 21. November beginnen.

Die Vorwürfe beziehen sich auf Geschäfte mit Fernsehrechten im Zeitraum zwischen 1994 und 1999. Berlusconi, dessen Familie Mediaset gehört, hat die Vorwürfe zurückgewiesen. In dem für Berlusconi schwerwiegendsten Anklagepunkt des Steuerbetrugs drohen dem Ex-Ministerpräsidenten bis zu sechs Jahre Haft.

Die Betrugsvorwürfe um Mediast haben Unruhe in britischen Regierungskreisen ausgelöst, da sich unter den Angeklagten mit David Mills auch der Ehemann der britischen Kultusministerin Tessa Jowell befindet.

Die Anhörungen zu dem mutmaßlichen Betrug hatten im Oktober vor einem Mailänder Gericht begonnen. Berlusconi soll Ermittlern zufolge in Geldwäsche und Steuerbetrug im Zusammenhang mit der Veräußerung von Übertragungsrechten verwickelt sein. In einem anderen Verfahren wird Berlusconi beschuldigt, dem Mills eine Summe von 600 000 Dollar gezahlt zu haben, um zu seinen Geschäften mit dem Medienimperium um den Ex-Ministerpräsidenten zu schweigen. Mills bestreitet dies.

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