Italien
Berlusconi wehrt sich gegen Anschuldigungen

In den vergangenen Wochen trat Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi vor allem durch seine angeblichen Beziehungen zu Minderjährigen und Prostituierten in Erscheinung. Die Opposition wirft ihm vor, durch die pikanten Details erpressbar zu sein - Berlusconi spricht von einer Schmutzkampagne gegen ihn.

HB ROM. "Der Ministerpräsident hat keine Leichen im Keller", sagte Berlusconi am Freitag in Rom zu der Mutmaßung, es könnten noch mehr pikante Einzelheiten aus seinem Privatleben bekanntwerden. "Er ist nicht erpressbar und lässt sich nicht erpressen", meinte Berlusconi über sich selbst. Gegen ihn sei eine Kampagne der Verleumdungen und des Schmutzes entfesselt worden, die Italien geschadet habe und weiter schade.

Berlusconi hatte für den Auftritt seinen Urlaub unterbrochen. Vor der Presse nutzte Berlusconi gleichzeitig die Gelegenheit, seine Arbeit und die seiner Mitte-Rechts-Regierung in höchsten Tönen zu loben. Niemand habe in 14 Monaten - seit seinem Wahlsieg im April 2008 - so viel geleistet, und Umfragen zeigten, dass 68,2 Prozent Vertrauen in ihn setzten, sagte der 72-Jährige. "Das ist absoluter Rekord." Und seine Regierung sei die einzige, die in der Krise noch zugelegt habe, was die Zustimmung der Bevölkerung angehe. Diese liege bei 56,1 Prozent, zitierte Berlusconi nicht näher erklärte Umfragen.

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