Italien: Berlusconi zu einem Jahr Haft verurteilt

Italien
Berlusconi zu einem Jahr Haft verurteilt

Ein Gericht in Italien hat den langjährigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einem Abhör-Verfahren zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. In diesem Monat erwarten Berlusconi noch weitere Urteile.
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Rom/MailandDer frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi ist in einem Prozess um die Veröffentlichung vertraulicher Telefongespräche zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das entschied ein Mailänder Gericht am Donnerstag. Berlusconi wird dafür vorerst nicht ins Gefängnis gehen, wenn er Berufung einlegt, womit zu rechnen ist – das Verfahren könnte sich damit über Jahre hinausziehen.

Berlusconi war der Beihilfe zur Veröffentlichung von Telefongesprächen angeklagt, mit denen im Jahr 2005 ein politischer Gegner der Konservativen geschädigt wurde. Sein Bruder Paolo Berlusconi wurde wegen der Veröffentlichungen in seiner Zeitung „Il Giornale“ zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

In dem offensichtlich von Ermittlern abgehörten und dann illegal veröffentlichten Gespräch soll der Linkspolitiker Piero Fassino den früheren Unipol-Chef Giovanni Consorte zu einer Bankenübernahme ermutigt haben. Die Versicherungsgesellschaft Unipol steht der Mitte-Links-Partei PD (Demokratische Partei) nahe, die stärkster Gegner Berlusconis war. Consorte wurde wegen Insiderhandels in dem Übernahmeverfahren verurteilt.

Silvio Berlusconi hatte ausgesagt, niemals das besagte Telefongespräch mitgehört zu haben, sonst wüsste er davon. Sein Anwalt Pietro Longo nannte das Urteil das jüngste Beispiel der Feindseligkeit der Mailänder Justiz seinem Mandanten gegenüber. „Ich bin nicht überrascht, wir sind in Mailand“, sagte Longo. Berlusconi hat immer wieder beklagt, linke Mailänder Richter und Staatsanwälte verfolgten ihn aus politischen Gründen.

Ins Gefängnis wird Berlusconi aber niemals kommen. Das liegt daran, dass nach dem italienischen Gesetz Menschen über 70 Jahren von der Haftstrafe befreit werden. Er könnte also höchstens seine Strafe in einer seiner Villen absitzen.

Trotzdem erwarten Berlusconi in diesem Monat zwei weitere Urteile: Am 18. März entscheidet das Gericht über eine mögliche Strafe im Prostitutionsprozess um die Minderjährige "Ruby", Ende März wird ein Urteil im Berufungsverfahren wegen Steuerbetrugs erwartet.

Im Oktober 2012 wurde Berlusconi in diesem Verfahren zu vier Jahren Haft verurteilt. Doch auch nach dem Urteil des Berufungsgerichtes bleibt dem Cavalière noch eine weitere Instanz – und damit die Chance, die Verfahren so lange zu verzögern, bis die Taten verjährt sind. In Italien wird ein Urteil erst nach drei Instanzen rechtskräftig, sofern der Verurteilte in die Berufungsverfahren geht.

Kommentare zu " Italien: Berlusconi zu einem Jahr Haft verurteilt"

Alle Kommentare
  • Tut sie nicht, ab 75 gibts keinen Knast mehr in Italien. Bis dahin kann Bungamen noch ne Menge Liftings genießen und nach jungen Dingern schmachten.

  • Das hb-Foto zum Artikel zeigt einen wahren Clown,oder? Authentischer geht´s nicht!

  • SCHON GEMERKT ??? IMMER MEHR WERDEN , IN EU , WEGEN WAHRHEITEN ZEIGEN in Knast GEBRACHT oder für IRRE ERKLÄRT .


    UND NUR UM Dumm ZU HALTEN . . . um ZIEL ZU ERREICHEN .


    ATHEIST SICH Gott
    SOUVERÄN
    Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

  • Ist schon irgendwie komisch. Da sind die Wahlen in Italien vorbei und gefallen so einigen in Deutschland und Brüssel nicht und schwups, trifft ihn ein Urteil.
    Warum kam denn das Urteil nicht schon vor 14 Tagen?
    Ein Schelm der Böses dabei denkt?

  • @ Harlemjump

    Hat Muttis-Dackel heute wieder Freigang ? Nicht so laut hier herum bellen, sonst kommt schnell wieder die Kette !


  • zuviele Science Fiction Romane gelesen oder etwas viel von dem Koks geraucht???


  • zuviele Science Fiction Romane gelesen oder etwas viel von dem Koks geraucht???


  • genau!!!

    V E R S C H W Ö R U N G E N

    wo man hinguckt ... gröhl!!!!!

  • Frau Merkel (die mächtigste Frau der Welt) hat jetzt eine weitere Kerbe im Griff ihres Colts.

  • Alles nur noch Supershow zum Wohle der Lloyds, die um jeden Preis das Zepter schwingen. Die Politik hat durch eine einseitig global wirkende Aufgabe, den Lloyds den Steigbügel zu halten, vortreffliche Dienste zum DauerZugriff verabreicht.

    Nur dieselben von denen der Kaste, die heute noch durchstechen, kann es durchaus passieren, daß sie die nächsten sein werden.

    Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch. Gilt für alle Berlusconis auf der Welt und denen, welche solche Gestalten hofierten und hofieren. Die Erde ist nun wirklich eine Scheibe oder tirfft es immer mehr Menschen die daran glauben und machen sich auf in die Mitte, denn sie wissen, dort wir ihr Schicksal besiegelt.

    Wie das ausgeht, das können BürgerINnen heutzutage tagtäglich fühlen.

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